Niederlage in der Schlussphase

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Frustration machte sich beim ESV Pinguine Königsbrunn am späten Freitagabend breit. Zwar unterlag die Mannschaft mit 3:5 (1:2, 2:1, 0:2) beim Bayernligaspitzenteam Deggendorf Fire, aber jeder Königsbrunner betrauerte die nicht gewonnen Punkte, nach denen es über 58 Minuten ausgesehen hatte.

Im Vorfeld erwartete man aufgrund der spielerischen Klasse der beiden Teams eine große Partie, die diesem auch größtenteils gerecht wurde. Dazu kamen zwei grundsolide Schiedsrichter, so dass das Spiel von Beginn an hochklassig war. Den besseren Start erwischten dabei die Pinguine, die den Favoriten anfangs durchaus unter Druck setzen konnte. Entlastung brachte Deggendorf lediglich die erste Sturmreihe um Superstar Thomas Greilinger. Aber nach nur etwas mehr als drei Minuten jubelten die vielen angereisten Anhänger des ESV, denn Andreas Klundt traf zur verdienten Führung. Auch in der folgenden Zeit hatte Fire schwer an den gut spielenden Pinguinen zu knabbern. Erst nach der Hälfte des ersten Drittels kamen die Gastgeber besser ins Geschehen und Clemens Heringer musste das ein oder andere Mal seine Klasse zeigen. Doch das alte Leid sollte wieder einmal zuschlagen, denn die erste Strafzeit brachte in der 14. Minute den Ausgleich. Die Verwirrung war kurzzeitig groß und Deggendorf nutzte dies zum Doppelschlag nur 39 Sekunden später. Sichtlich froh zeigte sich der ESV über die bald folgende Drittelpause, die scheinbar clever genutzt wurde.

Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff nutzte Patrick Ullmann die erste Drangphase aus und glich zum 2:2 aus. Es entwickelte sich ein absolutes Schlagerspiel. Angeführt von Greilinger zog Deggendorf ein schön anzusehendes Angriffsspiel auf. Doch auch die Pinguine um den stark aufspielenden Andreas Klundt hielten voll dagegen und mussten ein ums andere Mal mit der schwachen Chancenauswertung hadern. Es dauerte bis zur 37. Minute ehe eine Seite wieder jubeln durfte und Fire zum zweiten Mal in Führung ging. Doch verdientermaßen dauerte es nur anderthalb Minuten bis zum Ausgleich. Andreas Klundt drosch die Scheibe von kurz hinter der blauen Linie in den Torwinkel.

Das letzte Drittel blieb nicht nur geprägt von schönem Spiel, sondern auch von einer minütlich steigenden Spannung. Deggendorf erspielte sich ein frühes Übergewicht bedingt durch eine Strafzeit der Pinguine. Diese fanden erst Minuten später, ebenfalls mit einem Mann mehr, wieder in das Spiel, doch die Gastgeber blieben optisch überlegen. Torwart Heringer präsentierte sich jedoch blendend aufgelegt und ließ die Stürmer des DSC verzweifeln. Je länger das Drittel dauerte, desto offener wurde die Deggendorfer Abwehr. Doch die Stürmer, alleine Patrick Ullmann nutzte drei hundertprozentige Chancen nicht, trafen nicht zur Führung. Stattdessen gab es drei Minuten vor Spielende eine Strafe gegen den ESV und dies wurde wieder einmal bestraft. Mit des Gegners Führung konfrontiert riskierte Trainer Marian Hurtik alles und ersetzte Torhüter Heringer durch einen weiteren Angreifer. Dies nutzte aber Fire zur endgültigen Entscheidung.

Tore: 0:1 (4.) Klundt, 1:1 (14.) Greilinger, 2:1 (15.) Reichermeier, 2:2 (23.) Ullmann, 3:2 (37.) Lupzig, 3:3 (38.) Klundt, 4:3 (59.) Kock, 5:3 (60.) Reichermeier. Strafen: Deggendorf 10, Königsbrunn 16 + 10 (Heichele).