Nichts zu holen in Memmingen

Nichts zu holen in MemmingenNichts zu holen in Memmingen
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„Wir haben leider dort weitergemacht, wo wir gegen Höchstadt aufgehört haben“, sagte der sportliche Leiter Bernd Wucher über den vor allem in der Defensive erneut wenig Bayernligatauglichen Auftritt der Islanders. „Es ist schade, wenn man in einem Derby so wenig bereit ist. Vor allem wenn man von 200 Fans unterstützt wird.“

Über 60 Minuten hinweg bauten die Lindauer kontinuierlich ab, zuviel Substanz hatte das Spiel am Freitag gekostet – zuviel Substanz kostete vor allem der Ausfall von Tobias Fuchs in der Abwehr, in der weitere Spieler angeschlagen in die Partie gingen. Das machte sich im ersten Drittel noch nicht bemerkbar, in dem die Gäste vor 1150 Zuschauern noch ein einigermaßen ausgeglichenes Spiel boten. Allerdings hatte EVL- Torhüter Waldemar Quapp keinen geringen Anteil daran, dass es mit 0:0 in die Pause ging.

Entschieden wurde die bis dahin intensive Partie dann innerhalb von 44 Sekunden im Mittelabschnitt. Zunächst schloss Indians- Kontingentspieler Ron Newhook, eine sehenswerte Kombination mit dem 1:0 ab (25.). Den Schwung der Hausherren nutzte Andreas Börner und legte sofort das 2:0 nach. Nur wenig später hatten die Islanders die große Chance, ins Spiel zurück zu kommen, aber Jim Nagle und Pavel Mojtek konnten aus einer zwei gegen eins Situation kein Kapital schlagen. Unmittelbar danach erhöhte Tim Tenschert mit einem krachenden Schlagschuss in Überzahl auf 3:0 (34.). Der EVL bekam danach zwar noch einmal die Möglichkeit zum ersten Treffer, aber Mike Dolzeal scheiterte mit einem Penalty eine Sekunde vor der Pause an Memmingens sehr gutem Torhüter Dominik Wagner. „Das waren zwei gute Möglichkeiten, dem Spiel eine Wende zu geben. Insgesamt haben wir aber auch in dieser Höhe verdient verloren“, sagte Trainer Willy Bauer. Peter Kraus machte zwar in der 45. Minute das Ehrentor für die Gäste, zu mehr reichte es aber nicht, weil vor allem das Powerplay erheblich Mängel auswies und die Lindauer in der Defensive alles andere als kompakt standen. Die Indians durften im Lindauer Drittel häufig hübsch kombinieren und nutzten das noch zu zwei weiteren Treffern durch Rott (48.) und Vycichlo (55.). Für den negativen Höhepunkt aus Lindauer Sicht sorgte dann Jim Nagle, der sich kurz vor Schluss frustriert zu einem Stockschlag hinreißen ließ, wofür er eine Spieldauer- Disziplinarstrafe kassierte. Seinem Team hat er damit einen Bärendienst erwiesen, fehlt er doch gesperrt am kommenden Freitag in Schweinfurt, wo sich der EVL mehr wehren muss, um eine Chance zu haben.