Nicht nach PlanTSG Reutlingen

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Im Zwischenfazit ist sicherlich ein Grund hierfür die fehlende Abgeklärtheit in entscheidenden Spielphasen, insbesondere als Führungen gegen die Teams aus Heilbronn und Mannheim noch abgegeben wurden. Hieran fehlte es zumindest in der Partie am vergangenen Samstag bei der ESG Esslingen nicht. Beide Teams konnten krankheitsbedingt und wegen sonstiger Ausfälle nur mit reduziertem Kader antreten. Für die Black Eagles war dies von Vorteil, da die ESG somit vom Tempo her nicht wie gewohnt aus dem Vollen schöpfen konnte. Die erste Phase der Begegnung wurde trotzdem durch die Hausherren geprägt. Die Black Eagles kamen nur mühsam ins Drittel der ESG und gestalteten dort ihr Spiel zu durchsichtig und wenig gefährlich. Das Mehr an Spielanteilen spiegelte sich auch in der Führung durch die ESG wider, die in der fünften Minute durch Müller in Führung ging.  Der Führungstreffer brachte die Black Eagles nicht aus dem Konzept, die ihr Spiel auf die Verwertung von Abprallern vom Esslinger Torhüter ausgerichtet hatte. In der siebten Minute reagierte Kapitän Matthias Schreiber im Überzahlspiel am schnellsten und schoss zum Ausgleich ein. Knapp eine Minute vor der Pausensirene ging die ESG erneut in Führung.  Der Mittelabschnitt war geprägt durch das Esslinger Angriffsspiel, deren Stürmer recht einfach das Mitteldrittel überbrücken konnten und mit Querpässen vor das Reutlinger Gehäuse die Black Eagles Defensive mächtig unter Druck brachten.  Außer einer Vielzahl unglücklich vergebener Chancen gab es für die Black Eagles nichts Zählbares im Mitteldrittel.

Wie gewohnt zeigte die TSG im Schlussabschnitt ihr stärkstes Drittel. Nach dem Anschluss durch Chris Melchior in der 48.Minute, war die TSG am Drücker. Bis zum Ausgleich sollten allerdings weitere fünf Minuten vergehen, die den Black Eagles hinten heraus fehlten. Nachdem es Chris Melchior vorgemacht hatte, wie es geht, zog auch Verteidiger Dominique Tilgner mit einem Schlagschuss voll ab und überwand den Esslinger Keeper zum 3:3. Black Eagles Trainer Hans Krüger stellte daraufhin seine Reihen um und beorderte Tilgner in die Offensive. Er sollte recht behalten, denn Dominique Tilgner erwies sich auf dem rechten Flügel als Motor des Reutlinger Angriffs. Sicherlich unglücklich und im falschen Moment kam die abermalige Führung der ESG durch einen verdeckten Schlagschuss vom ehemaligen Reutlinger Ulli Schweigert nur vier Minuten vor Schluss. Die Black Eagles waren aber so im Spiel, dass sie auch diesen Rückstand zwei Minuten vor Schluss ausglichen. Sven Zinkora hatte auf Zuspiel von Dominique Tilgner erfolgreich abgezogen. Anstatt sich zumindest einen Punkt zu sichern, setzten die Black Eagles auf Sieg und gingen weiter vorwärts. Zu offen stand deshalb die Reutlinger Defensive beim Querpass auf den Esslinger Ulli Schweigert, der sich aus kurzer Distanz die Ecke zum 5:4 nur 47 Sekunden vor Schluss aussuchen konnte. Auch der Ersatz des TSG Keepers gegen einen sechsten Feldspieler brachte nichts mehr. Vielmehr konnte die ESG nach einem Puckverlust  im Reutlinger Drittel auf 6:4 ins leere Tor erhöhen.

Am Tag vor Heiligabend steht um 18.45 Uhr für die Black Eagles die letzte Partie bis in die erste Januarwoche im heimischen Stadion an. Gegen den Lokalrivalen Eisbären Balingen sollten dringend Punkte eingefahren werden. Nach verkorkstem Saisonstart stehen die Eisbären aber mit ähnlich geringer Punkteausbeute da und müssen somit ebenfalls punkten.