Nicht abgebrüht genug –12 Sekunden fehlten zum SiegEA Schongau

Nicht abgebrüht genug –12 Sekunden fehlten zum SiegNicht abgebrüht genug –12 Sekunden fehlten zum Sieg
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Denn über weite Strecken des Spiels beherrschten die Mammuts das Spielgeschehen im heimischen Stadion. Doch am Ende machten die Gäste mit Routine das wett, was die Schongauer Jungspunde im Vorfeld versäumten zu klären – sprich den Sack zuzumachen.

Von Beginn an waren die einheimischen Cracks vermehrt in Richtung Landsberger Tor unterwegs, als es der Truppe um Markus Haschka recht war. Doch die erste gute Torchance bekamen die Gäste, als Christian Geuß einen Penalty zugesprochen bekam – doch blieb der Landsberger Angreifer gegen Schongaus Schlussmann Niklas Marschall zweiter Sieger. Besser machte es Schongaus Juniorenspieler Marius Klein, als er bei angezeigter Strafe gegen den HCL einen langen Pass von Oliver Glöckner abtropfen ließ und auch Landsbergs Schlussmann Michael Falkenberger keine Abwehrchance ließ – 1:0 (17.).

Im Mittelabschnitt erhöhte Markus Schneider auf 2:0 nachdem er seinen eigenen Nachschuß versenkte, nachdem HCL-Goalie Falkenberger nur nach vorne abwehren konnte (25.). In der Folge versäumte es die EAS jedoch diesen Vorsprung auszubauen und musste ab der 32. Minute einige Unterzahlen überstehen. Doch auch hier fanden die Gäste kein Mittel gegen die Mammuts, so dass es mit einem verdienten 2:0-Vorsprung in den Schlussabschnitt ging.

Als die Gäste in der 46. Minute doch noch den Anschluss schafften (Ville Dolhofer) wurden die Angriffsbemühungen der Gäste wieder heftiger, aber in den Aufwind des HCL stürmte mit Dominik Ebner ein weiterer Juniorenspieler der Mammuts. Geschickt setzte er sich bei einem Abstimmungsproblem zwischen dem HCL-Goalie und einem seiner Verteidiger durch und versenkte die Scheibe zum 3:1 (48.). Aber auch in der EAS-Defensive war nicht alles Gold. Anstatt die Scheibe einfach aus dem Drittel zu spielen, leistete sich die EAS einen Scheibenverlust, den die Gäste zum erneuten Anschluss nutzen konnten (54. Min, St. Kerber). Und als die EAS in der Schlussphase zudem in Unterzahl geriet, wurde es noch sehr eng für den eigentlich verdienten Erfolg.

Eine Kette von „Wenn und Aber“ ging dem Ausgleich der Gäste zwölf Sekunden vor Spielende voraus. Landsberg nahm den Torhüter heraus – und vielleicht war die Versuchung ein Empty-Net-Goal zu erzielen zu hoch um konsequent in der Defensive zu arbeiten. Auf jeden Fall war der Ausgleich unnötig und ärgerlich, auch wenn es die Leistung der jungen Mammuts-Truppe auf dem Eis gegen einen der Ligafavoriten nicht schmälern soll.

Bedenklich eng wird es jedoch im Kader der EA Schongau. Nun fällt auch Stürmer Erik Scherf aus gesundheitlichen Gründen länger aus, so dass die dritte Angriffsreihe der Mammuts derzeit praktisch aufgelöst ist. Gegen Landsberg musste Markus Schneider Doppelschicht fahren, um mit  Christoph Heger und Verteidiger Alexander Chaloupka, der nach langer Verletzungspause noch etwas im Defizit steht eine dritte Angriffsreihe zu bilden.

Am Sonntag sollen diese Lücken durch Junioren aufgefüllt werden – am Freitag spielten sie jedoch selbst in Königsbrunn (8:3-Sieg). Traurig war jedoch die Zuschauerkulisse – es war ein Spiel auf hohen Niveau mit gutem Tempo, dazu ein Lokalderby – und dafür sind rund 250 Zuschauer einfach zu wenig.

Tore: 1:0 (16:19) Klein (Glöckner), 2:0 (24:50) Schneider, 2:1 (45:29) V. Dollhofer (St. Kerber, Geuß), 3:1 (47:17) Ebner, 3:2 (53:58) St. Kerber (Geuß), 3:3 (59:48) Lukats (V. Dollhofer/6-5). Strafen: Schongau 14, Landsberg 10. Zuschauer: 250.