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Der Vorsprung auf die Nicht-Play-off-Plätze beträgt damit jetzt nur noch vier Punkte. Zudem hat der aktuelle Tabellenelfte Höchstadt noch ein Spiel mehr auszutragen.

Lange Schlangen und Sicherheitskontrollen am Eingang – zu Spielbeginn herrschte ein in Buchloe ungewohntes Bild. Seit der Gesundheitsschädigung einer Schweinfurter Ordnerin durch eine Rauchbombe ist auch im Eishockey die Sensibilität gegenüber Pyrotechnik gestiegen. 470 Zuschauer, darunter gut 100 Lindauer Fans, wollten das Duell der Dauerrivalen sehen, das durch den Kampf um die oberen zehn Plätze zusätzliche Brisanz versprach.

Auf dem Eis entwickelte die Lindauer Mannschaft während der gesamten 60 Minuten mehr Tordrang und wirkte spritziger. Nach einigen vergebenen Chancen erzielte Daniel Pfeiffer mit einem Abstaubertor den ersten Treffer für die Gäste (7. Spielminute). Bei numerischer Überlegenheit gelang Buchloes Neuzugang Marc Streicher von der Blauen Linie der Ausgleich (11.). Etwas unglücklich gerieten die ESVler erneut in Rückstand: Torwart Stefan Horneber schien einen Schuss von Nicolas Oppenberger abwehren zu können, doch die Scheibe trudelte dann doch hinter die Torlinie (15.).

Bei der nächsten Überzahlchance für die Piraten versäumten es die Verteidiger Tobias Vorderbrüggen und David Strodel – beide schön frei gespielt – den Puck im offenen Gehäuse unterzubringen (17.). Besser machte es Christopher Lerchner, der aus dem Hinterhalt zum 2:2 traf (23.). Nur anderthalb Minuten später brachte der äußerst agile Oppenberger die Lindauer wieder in Front und Zdenek Cech erhöhte in Überzahl auf 4:2 (28.). Ebenfalls im Powerplay verkürzten die Buchloer durch Peter Westerkamp: Nach einer tollen Kombination hatte Oliver Braun erst noch vergeben, ehe Westerkamp im Nachstochern zum 3:4 traf (32.).

Eine tolle Szene von Daniel Huhn bescherte den Piraten den viel umjubelten Ausgleich: Direkt nach einem Bully hatte der ESV-Stürmer seinen Gegenspieler vernascht und maßgerecht auf Marc Weigant serviert, der zum 4:4 einschoss (34.). Das Remis hatte aber nur zwei Minuten Bestand, denn nach einem Hintertorpass von Oppenberger, dem besten Mann auf dem Eis, markierte Sascha Paul das fünfte Gästetor (36. bei Fünf gegen Vier). In der Folge hatten die Buchloer noch mehrere Gelegenheiten, in Überzahl zum Ausgleich zu kommen. Sie fanden gegen die engagierten Islanders aber kaum Mittel.

In der 46. Minute zielte der nach vorne eilende Abwehrmann Lerchner knapp vorbei und so erzielte Jiri Kunce in der 51. Minute bereits das vorentscheidende 6:4. In der Restzeit sprang für die heimischen Cracks nur noch ein Pfostentreffer von Westerkamp heraus (53.). Piratentrainer Bohdan Kozacka verhehlte nach dem Schlusspfiff seine Enttäuschung nicht, meinte aber: „Solche Tage kommen vor. Wir müssen aus den Fehlern lernen und nach vorne schauen“. Dort warten mit dem Rangvierten Pfaffenhofen (Sonntag, 30.12.) und Spitzenreiter Sonthofen schwere Kaliber.