Mit Licht und Schatten in die Weihnachtspause

Moritz de Raaf. (Foto: Bruno)Moritz de Raaf. (Foto: Bruno)
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Lethargisch und ohne Elan präsentierten sich die Stars im Schwabenland und lagen prompt nach acht Minuten mit 0:2 im Rückstand. Torschützen waren Tim Becker und der Toptorschützen der Liga Cedrick Duhamel. Moritz de Raaf gelang kurz vor der Pausensirene der überraschende Anschlusstreffer auf Zuspiel von Sven Jacobaschke. Die personell geschwächten Stars, konnten in der Offensive auch im mittleren Abschnitt wenig Akzente setzen. Stattdessen gelang den Rebels nach Toren vom ehemaligen Stars-Angreifer Dennis Walther und Becker eine komfortable, aber schmeichelhafte 4:1-Führung. Im letzten Drittel wurden bei den Gästen auch konditionelle Probleme sichtbar. Stuttgart zerlegte die Stars in ihre Einzelteile und gewann am Ende verdient mit 9:2 durch die Treffer von Duhamel, Becker, Walther, Schmidt und Kern. De Raaf hatte das zwischenzeitliche 2:7 erzielt (49.). Allein die Torschussstatistik (75:24) zeigte, dass es für die Stars keinen Pfifferling zu ergattern gab. Trotz der neun Gegentore, darf man RNS-Torwart Dominik Wich keinen Vorwurf machen. Er hat noch viele Großchancen vereitelt.

Im Heimspiel gegen die Hornets aus Zweibrücken zeigten die Stars von Anfang an, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren. Gleich die erste gefährliche Aktion wurde von Thomas Korte, für den das Freitagsspiel besonders bitter war, da er gegen seine ehemaligen Kollegen spielte, zum 1:0 umgemünzt. Es folgten Treffer von Tim Essig, de Raaf und Nicolas Ackermann zum 4:0. Was dann mit den Stars passierte, bleibt wohl ihr Geheimnis. Nach und nach verloren sowohl die Akteure, als auch die Schiedsrichter die Kontrolle über das Spielgeschehen. Pascal Sefrins 1:4, das praktisch mit der Pausensirene fiel, war der Auslöser zu einem chaotischen zweiten Spielabschnitt. Das 2:4 durch Lukas Srnka wurde zur Randnotiz, da die Schiedsrichter mit teilweise haltlosen Entscheidungen das Spiel beeinflussten und nacheinander Spieler beider Mannschaften auf die Strafbank schickten. Nach einer gefühlten Ewigkeit - die Partei war permanent unterbrochen - ging es wieder in die Kabine. Allein im Mitteldrittel verteilten die Unparteiischen unglaubliche 114 Strafminuten. Für RNS-Stürmer Marc Bruns war nach einem Faustkampf und einem Wortgefecht die Partie vorzeitig beendet.

Im letzten Drittel stand dann wieder der Sport im Vordergrund. Die Zweibrücker waren dem Anschlusstreffer jedoch näher, als die Gastgeber der Entscheidung. EHC-Stürmer Benjamin Anken avancierte zum besten Spieler der Stars, da er drei Mal hintereinander frei vor Wich auftauchte, die Scheibe allerdings nicht über die Torlinie bugsieren konnte. Auf der anderen Seite vergab Andreas Morlock einen Konter, der einem Penalty glich. Doch dann sorgte der Mann des Wochenendes de Raaf für die Entscheidung und machte mit seinem Treffer den Sack zu. Es war keine Gala, die die Stars gegen Zweibrücken ablieferten, aber dennoch eine gute Antwort auf die Niederlage vom Freitag. Ähnlich sah das auch RNS-Trainer Karchavich: „Wir sind nach dem Freitagsspiel gut zurückgekommen. Wären wir gegen Stuttgart komplett gewesen, hätten wir sie vielleicht ein wenig mehr in Bedrängnis bringen können. Zum Spiel heute muss man sagen, dass ich froh bin, dass meine Mannschaft so ruhig geblieben ist, denn bei diesen Schiedsrichterentscheidungen war das nicht so einfach. Also spreche ich ein Lob an meine Truppe aus. “

Moritz de Raaf, der einer der großen Lichtblicke des Wochenendes war, zeigte sich ebenfalls glücklich: „Das geht insgesamt in Ordnung. Jetzt haben wir Zeit, uns zu erholen, nach den Feiertagen werden wir uns wieder voll reinhängen und Gas geben.“