Mit Leidenschaft zum zweiten SaisonsiegEV Lindau

Mit Leidenschaft zum zweiten SaisonsiegMit Leidenschaft zum zweiten Saisonsieg
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Trainer Pavel Mojtek musste mit Varian Kirst, Matthias Schwarzbart, Zdenek Cech, Daniel Pfeiffer, Jiri Kunce, Marian Eisenbarth und Matthias Lehmann gleich auf sieben Spieler verzichten. Da ihm nur noch sieben Stürmer zur Verfügung standen beorderte er Kapitän Martin Masak und Tobias Fuchs in den Sturm. „Zum Glück haben wir solche vielseitigen Spieler, die mehrere Positionen spielen konnten“, zeigte sich der EVL-Coach erleichtert darüber, dass der Schachzug aufging, mit neun Stürmern und nur fünf Verteidigern zu agieren. So war es dann auch Masak, der den EVL in der achten Minute in Führung brachte. Die Vorarbeit hatte der glänzend aufgelegte Benjamin Arnold geleistet, der die Scheibe im gegnerischen Drittel eroberte und schnell vor das Tor beförderte. Fünf Minuten später war es Arnold selbst, der das zweite Lindauer Tor erzielte. Diesmal hatte Sascha Paul aufgelegt. Nach Scheibengewinn im eigenen Drittel legte via Bande den Puck in den Lauf von Arnold, der die Scheibe per Direktschuss ins gegnerische Tor schoss.

„Unsere Geradlinigkeit und dass wir immer konsequent den Abschluss gesucht haben, waren heute ein entscheidender Faktor“, sagte Teammanager Sebastian Schwarzbart über die Offensivleistung der Islanders im ersten Drittel. So fiel der dritte Treffer ähnlich wie der zweite. Diesmal hatte Markus Schweinberger (insgesamt an drei Toren beteiligt) den unermüdlichen Nikolas Oppenberger geschickt, der EVM- Keeper Bernhard Eggerdinger Hölzl ebenfalls überwand (16.). Der Torhüter hatte anschließend genug und machte Platz für Manuel Neubauer, der aber nur drei Minuten später ebenfalls hinter sich greifen musste. In Überzahl hatte EVL- Kontingentspieler Lubos Sekula, der mit Abwehrpartner Bernhard Leiprecht Doppelschichten absolvierte, sein erstes Pflichtspieltor erzielt  und die Islanders mit 4:0 in Führung gebracht.

Im zweiten Durchgang zeigte sich aber ein ganz anderes Spiel. Aufsteiger Moosburg wollte sich nicht wehrlos ergeben und bekam wieder einen Fuß in die Tür, weil die Lindauer den Spielbetrieb weitgehend einstellten. „Wir haben aufgehört zu laufen und unnötige Strafen genommen“, sagte Schwarzbart. Gleich viermal mussten die Lindauer im Mitteldrittel in Unterzahl agieren, während die Gäste ohne Strafe blieben. Jetzt konnte der EVM seine Offensivstärke ausspielen und die Scheibe laufen lassen. Zunehmend rückte Michael Gundlach, der im EVL-Tor sein erstes komplettes Spiel nach überstandenem Kreuzbandriss absolvierte in den Mittelpunkt. Mit guten Paraden verhinderte blieb er zunächst ohne Gegentor. So dauerte es bis zur 35. Minute ehe Patrick Holler in Überzahl den ersten Treffer der Dreirosenstädter markierte. Noch vor der Drittelpause verkürzte Alexander Popp auf 4:2 (38.) und sorgte dafür, dass EVL- Coach Mojtek in der Drittelpause doch eher laut werden musste.

Mit Erfolg. Im Schlussabschnitt standen wieder andere Islanders auf dem Eis. Entschlossene, leidenschaftlich den Vorsprung verteidigende und an den Sieg glaubende. Ein Vorbild in dieser Hinsicht war einmal mehr der um jede Scheibe fightende Nikolas Oppenberger. Der hatte in der 44. Minute doppeltes Pech: Zunächst hatte er sich in Unterzahl durchgesetzt, war aber am Pfosten gescheitert. Im Gegenzug erzielte Patrick Holler mit einem verdeckten Schuss das 4:3. Mancher der 545 Zuschauer im Eichwald fühlte sich da an das Fußball- Länderspiel Deutschland- Schweden erinnert. Aber Pavels' Jungs waren an diesem Abend aus einem anderen Holz geschnitzt als die von Jogi Löw. In der vergangenen Saison wäre die Partie vielleicht noch gekippt. Aber die Lindauer spielten kein Angsthasen- Eishockey und ergriffen sofort wieder die Initiative. Nur zwei Minuten  später ging Timo Krohnfoth in Überzahl einem Abpraller nach Oppenbergers Schuss konsequent hinterher und erzielte das beruhigende 5:3.

Dem hatte Moosburg dann nichts mehr entgegenzusetzen, auch wenn die Gäste bereits zweieinhalb Minuten vor dem Ende den Torhüter vom Eis nahmen. Die Islanders spielten die Partie kompakt zuende und gerieten nicht mehr in Gefahr. Zu guter Letzt konnte sich Krohnfoth bei Oppenberger revanchieren, der dann mit einem Schuss ins leere Tor 13 Sekunden vor Schluss das auch in dieser Höhe verdiente 6:3 erzielte. Durch den zweiten Saisonsieg kletterten die Islanders damit wieder über den Strich auf Platz zehn.