Missglückter Saisonauftakt

Missglückter SaisonauftaktMissglückter Saisonauftakt
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Gleichwohl gehörte der erste Höhepunkt des Spiels den Reutlingern. Die neu gebildete Reihe mit Neuzugang Matthew Lewis, Matthias Schreiber und Kapitän Dominique Tilgner kombinierte nach nur 28 Sekunden pfeilschnell vor das Gasttor, scheiterte mit dem Schuss von Matthew Lewis aber am Pfosten. Wohl etwas zu lang hing die TSG der verpassten Führung nach und kam gegen die im Vergleich zur Vorsaison erheblich verstärkten Badener mächtig unter Druck. Den Gästen war die zeitiger Saisonvorbereitung und bereits zwei absolvierte Punktespiele im besseren Passspiel und in einem Mehr an Übersicht anzumerken. Die erste schwierige Phase hatte die TSG schon überstanden, als nach rund sieben Minuten die Scheibe nach einem harmlosen Schuss der Badener unglücklich vom Schläger des TSG-Verteidigers abprallte und im Bogen den Weg ins Reutlinger Gehäuse fand. Ohne Zufall konnten die Gäste in Überzahl nur neunzig Sekunden später ihre Führung ausbauen, als in der TSG-Abwehr die Zuordnung fehlte und gar zwei EKU-Stürmer vor dem Reutlinger Gehäuse den Treffer unter sich ausmachen konnten. Erst in der fünfzehnten Minute konnte die TSG selbst zählbares vorweisen. In doppelter Überzahl nutzte Dennis Deglhofer den Verkehr vor dem Mannheimer Kasten gekonnt aus und traf mit seinem Schlagschuss von der blauen Linie zum Anschluss.

Allerdings gelang es der TSG weder in dieser Phase sofort oder zu Beginn des Mittelabschnittes weiter Druck auf die Badener auszuüben, um frühzeitig zum Ausgleich zu kommen. Abermals in Überzahl hatten die Gäste in der 25.Minute die bessere Chancenauswertung zum 1:3. Nachdem beide Mannschaften in den folgenden zehn Spielminuten das Visier hochgeklappt hatten, folgte auf beiden Seiten nach harten Aktionen eine Vielzahl von Strafen jeweils ohne Torfolge. Eine Minute vor Ende des Mitteldrittels zeigte Neuzugang Matthew Lewis seine Qualitäten und lies im Alleingang die Mannheimer Abwehr samt Torhüter zum wichtigen 2:3-Anschluss aussteigen. Erneut gelang es der TSG aber nicht die Euphorie mitzunehmen und auszugleichen. Dazu fehlte es noch an der Abstimmung im Angriff und am sicheren Passspiel.

Vorentscheidend war bei noch dreizehn Spielminuten der vermeidbare Ausbau der Führung zum 2:4. Obwohl die TSG in der Folge alles nach vorne warf, kam nichts Zählbares mehr heraus. Hier zeigten sich die Gäste mit ihren Verstärkungen auch deutlich routinierten als in den Vorjahren und konnten den Vorsprung sicher verwalten. So war denn auch das 2:5 nur vier Sekunden vor Schluss ein weiteres Opfer an die offensive Ausrichtung im Bestreben doch noch die Partie zu drehen, als Kaspar mutterseelenalleine vor dem Reutlinger Gehäuse angespielt wurde und wenig Mühe hatte zum Endstand zu verwandeln. Bereits am kommenden Freitag steht für die TSG in der Landeshauptstadt der erste Vergleich gegen die zweite Mannschaft des EC an.