Löwen verpflichten Verteidiger – Sieg gegen HaßfurtEHC Waldkraiburg

Löwen verpflichten Verteidiger – Sieg gegen HaßfurtLöwen verpflichten Verteidiger – Sieg gegen Haßfurt
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In der Defensive wirkten die Waldkraiburger nach ihrem 4:3-Penaltysieg in Sonthofen und dem 4:1-Heimerfolg gegen Haßfurt zwar relativ stabil – bei eventuellen Verletzungsmiseren könnte es aber schnell eng werden, im Defensivverbund des EHC. Darum der insgesamt zwölfte Zugang in dieser Saison, nach Timo Borrmann der zweite aus Erding: „Wir freuen uns sehr, dass Johannes Pfeiffer zu uns kommt. Er wird uns in der Verteidigung gut zu Gesicht stehen und bestimmt helfen können“ erklärte Löwen-Präsident Wolfgang Klose am Sonntagabend, nachdem die Unterschrift unter dem Kontrakt war. Pfeiffer stammt aus Erding, wo er die Nachwuchsabteilungen durchlief und mit der Jugendmannschaft die Deutsche Meisterschaft feiern konnte. Sein Debüt bei den Senioren gab er dann in der Spielzeit 2005/06 für die er in den darauf folgenden sechs Jahren in der Bayernliga 184 Spiele machte. Dabei gelangen ihm 12 Tore und 56 Assists. Nach dem Aufstieg der Erdinger Gladiators in die Oberliga Süd zur Spielzeit 2011/12 stand Pfeiffer meist in der ersten Verteidigungsreihe der Erdinger und machte insgesamt 53 Spiele in der dritten Liga (4 Tore / 9 Vorlagen). Der 26-Jährige ist 1,78 Meter groß, gut 85 Kilogramm schwer und ein Rechtsschütze.

EHC startet mit zwei Siegen in die Saison

Die Löwen vom Bayernligisten EHC Waldkraiburg haben am zweiten Spieltag der neuen Saison ihren zweiten Sieg feiern können. Gegen den ESC Haßfurt gewann die Truppe von Trainer Petr Vorisek am Sonntagabend mit 4:1 (2:1, 1:0, 1:0) – ein recht eng wirkendes Ergebnis, das aber deutlich höher für den EHC hätte ausfallen können. Die Löwen sollte man sich ab sofort nicht mehr entgehen lassen.

Nach dem 4:3-Sieg nach Penaltyschießen beim Vizemeister ERC Sonthofen zwei Tage zuvor, war das Selbstvertrauen bei den Löwen groß und die Industriestädter wollten gegen den Aufsteiger aus Haßfurt natürlich nachlegen. Doch dass der Neuling ein unangenehmer Gegner sein kann, hatte er bei seinem Saisonstart gegen Pfaffenhofen gezeigt, der zwar am Ende mit 3:5 verloren ging- 2 Drittel lang hatten die Hawks die Partie aber offen gestalten können. Die Löwen begannen von der ersten Minute an flott, fanden ihren Meister aber noch oft im Gästekeeper Martin Hildebrand. Selbst einen Penalty von Lukas Wagner konnte der Schlussmann der Hawks nach knapp sieben Minuten parieren. Der Gast erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner, der tief stand und auf seine Chancen lauerte. Nach etwas über acht Minuten brachte Lukas Miculka die Scheibe dann aber doch geschickt über die Linie und die Hausherren in Front (08:04). Doch leistete man sich im Jubel kurz darauf einen groben Patzer in der Abwehr und genau 60 Sekunden später hatte Christian Dietrich das Ergebnis wieder ausgeglichen (09:04). Alles wieder auf Null, doch der EHC drückte wieder aufs Gas und Max Kaltenhauser nutzte die erste Überzahlsituation der Hausherren zur erneuten Führung (12:05). 

Im mittleren Drittel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild: Der EHC machte das Spiel und erarbeitete sich Chance um Chance, doch die Hawks hielten wacker dagegen. In der 29.Spielminute legten Martin Führmann, Timo Borrmann und Daniel Hämmerle dann einen traumhaften Spielzug aufs Eis, den Hämmerle zum 3:1 abschloss (28:29). In der Folge hatten die Löwen noch weitere Großchancen, doch Hildenbrand im Hawks-Kasten gab sich noch immer nicht geschlagen und gleichzeitig fehlte den Industriestädtern um Martin Führmann noch das Zielwasser.

In der Kabine gab es in der zweiten Pause aber offensichtlich kein Zielwasser zu trinken, denn auch in den letzten 20 Minuten fehlte es zunächst noch an der richtigen Präzision. Einen Spielzug vom Eröffnungsbully weg konnte Miculka noch nicht verwerten, Kaltenhauser machte es kurz darauf dann aber besser und stellte auf 4:1 (43:54). Es bleib aber eine zähe Partie für die Löwen, die sich ihre Räume suchen mussten. Sebastian Weiß im Tor der Industriestädter machte einen guten Eindruck, auch die Defensive um Andreas Paderhuber und Marc Lenczyk stand sicher, doch die Offensive mühte sich oft vergebens. In den letzten gut fünf Minuten hagelte es dann plötzlich viele Strafzeiten für die Löwen und auf der Strafbank des EHC wurde es voll- viel passierte deshalb aber auf dem Eis nicht mehr. Petr Vorisek brachte es nach der Partie passend auf den Punkt: „Ich glaube, die Jungs waren heute etwas müde: Das Spiel in Sonthofen war nicht so einfach und hat viel Kraft gekostet. Genauso wie die Heimfahrt bis halb vier Uhr morgens. Im ersten Drittel war unser Motor noch etwas zu langsam, das war ein ganz anders Tempo als in Sonthofen. Im zweiten Drittel haben wir dann etwas in unser System reingefunden, im dritten Drittel war es dann wieder schwieriger, aber egal. Das war ein Arbeitssieg und ich bin zufrieden- und hätten wir alle unsere Chancen auch reingemacht, wäre das Ergebnis sicher höher ausgefallen.“ Am kommenden Freitag reisen die Löwen nach Germering, am Sonntag geht im jetzigen Spitzenspiel ab 17:15 Uhr gegen Miesbach!

Tore: 1:0 (8:04) Miculka L. (Kaltenhauser M., Sorsak M.), 1:1 (9:04) Dietrich Ch. (Revak Z., Ankenbrand St.), 2:1 (12:05) Kaltenhauser M. (Wagner L., Paderhuber A. / PP1), 3:1 (28:29) Hämmerle D. (Borrmann T., Führmann M.), 4:1 (43:54) Kaltenhauser M. (Wagner L., Miculka L.), Strafen: Waldkraiburg 18, Haßfurt 8. Zuschauer: 315.