Löwen unterliegen Lindau nach heißem TanzEHC Waldkraiburg

Löwen unterliegen Lindau nach heißem TanzLöwen unterliegen Lindau nach heißem Tanz
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Mit einem 6:3-Heimsieg über Nürnberg waren die Löwen zwei Tage zuvor zwar gut in die Abstiegszwischenrunde gestartet, dass sie sich gegen den EV Lindau aber steigern müssten, war den Waldkraiburger Spielern klar, schließlich hatten sich die Industriestädter gegen die Islanders schon immer schwer getan. Die Hausherren erwischten auch einen Auftakt nach Maß: Jürgen Lederer mit dem Auge für Florian Barth und der stellte früh 1:0 (01:57). Doch die Islanders schlugen umgehend zurück und Denis Rauscher im EHC-Tor konnte beim Schuss vom aus dem Hintergrund heranrauschenden Mike Dolezal nicht viel machen (04:46). Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und die Löwen präsentierten sich mit einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Freitag. Doch dann ließen die Verteidiger des EHC aber Zdenek Cech, den Sohn der gleichnamigen Waldkraiburger Eishockey-„Legende“, zu viel Spielraum vor dem Tor und der Deutsch-Tscheche brachte sein Team per Rückhandschuss erstmals in Front (13:20). Die Löwen wirkten geschockt und als Keeper Rauscher Sascha Pauls Schuss nicht festhalten konnte und die Scheibe zum 1:3 ins Tor trudelte (15:32), reagierte Waldkraiburgs Trainer Petr Vorisek und wechselte Keeper Fabian Birk ein.

Die zweiten 20 Minuten sorgten dann für viel Zündstoff: Die Hausherren begannen in Unterzahl, nachdem Lukas Miculka nach einem fragwürdigen „Foul“ gegen Cech zum Ende des ersten Drittels auf die Strafbank geschickt wurde- doch die Löwen überstanden das Powerplay. Für die Fans war Cech nach der zweiten vermeintlichen Schwalbe der „Lieblingsspieler“ im Team der Gäste, der aber noch das vierte Tor für Lindau machte (24:44). Bei einem folgenden Bully wurde es dann eher etwas für die Laienschauspielgruppe und einen gestandenen Eishockeyspieler wie Cech wahrlich lächerlich- Schiedsrichter Andreas Guck wollte gerade einwerfen, da berührte Miculka Cech kaum merklich am Schoner und der ging bühnenreif zu Boden. Solche Unsportlichkeiten haben weder auf dem Eis, noch sonstigen Spielflächen irgendetwas zu suchen und sorgten natürlich für Gesprächsstoff auf und neben dem Eis. Kurz drauf leistete sich aber auch Lindaus Keeper Michael Gundlach einen Patzer: Einen Schuss von Mario Sorsak von der blauen Linie konnte er nicht festhalten und es wurde wieder spannend (29:54). Dann ging das Schauspiel aber wieder weiter: Nach einem klaren Foul im neutralen Drittel reagierte kein EHC-Spieler mehr und Cech erhöhte auf 5:2 (31:51)- Schiedsrichter Guck reagierte aber auch nicht und gab den Treffer! Der nächste Aufschrei ging durchs weite Rund. Dann folgte aber scheinbar Schadensbegrenzung der Unparteiischen und die Löwen erhielten in der Folge eine doppelte Überzahl, die Florian Barth prompt nutzen konnte (34:11). Dann jubelte der EHC erneut, doch der Treffer, der aus dem Tor wieder heraus kam (!) wurde nicht gegeben und im Gegenzug stellte Timo Kronfoth den alten Abstand wieder her (37:05), obwohl das Löwen-Team das Spielen eingestellt hatte. Es folgte zwar nur 36 Sekunden später die richtige Antwort von Tobi Vogl, der mit seinem ersten Saisontor das 4:6 aus Sicht der Gastgeber (37:41) erzielte, mit dem Tore schießen war aber noch immer nicht Schluss, denn Benjamin Arnold konnte nochmals für Lindau einnetzen (38:51) und so fand ein denkwürdiges Drittel sein Ende.

Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ob des mittleren Drittels, starteten die Löwen in den Schlussabschnitt und nach starkem Zusammenspiel mit seinem Bruder Sergej, traf Alex Piskunov zum 5:7-Anschlusstreffer (43:09). Wenig später agierten die Hausherren sogar vier Minuten in Überzahl und der Anschlusstreffer hätte der Partie wieder Würze gegeben, doch das Überzahlspiel des EHC blieb zu harmlos. Dann entfachte Sergej Piskunov aber nochmals das Feuer und traf zum 6:7 (57:12), doch der Treffer kam zu spät und so ließ sich an der ersten Niederlage der Abstiegszwischenrunde nichts mehr ändern.


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