Löwen starten mit AuftaktsiegEHC Waldkraiburg

Löwen starten mit AuftaktsiegLöwen starten mit Auftaktsieg
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Mit fast 45 Minuten musste die Begegnung zwischen Waldkraiburg und dem EHC 80 Nürnberg beginnen – die Gäste waren auf der Anreise in einen Stau geraten und erst spät in der Industriestadt eingetroffen. So kam es, dass Nürnbergs Keeper Philipp Schnierstein, trotz 187 Gegentoren in 26 Vorrundenspielen ein großer Rückhalt der Mittelfranken, erst um 20:08 Uhr aufs Eis gehen und sich aufwärmen konnte. Wirklich zu stören schien ihn dies aber nicht, genauso wie seine Teamkameraden, die in den ersten Minuten gleich munter loslegten und den heimischen EHC unter Druck setzten. Die ersten vier Minuten gingen klar an die Gäste, die sich seit Wochen schon auf die Abstiegszwischenrunde einstellen und konditionell trainieren konnten, ehe Waldkraiburgs Lukas Miculka seinen ersten Schuss knapp vorbei lenkte. Der Abgang von Martin Führmann, der sich zwei Tage zuvor zum ESC Dorfen verabschiedet hatte, war deutlich spürbar- einen eifrigen Arbeiter im Sturm wie ihn, der gleichzeitig hohe Qualitäten vor dem Tor hat, kann man bei den Löwen nicht so leicht ersetzen. Nürnberg kam somit durchaus zu seinen Chancen, die Industriestädter dagegen wirkten in den Anfangsminuten noch nicht richtig anwesend- einige im Team hatten die Sache wohl nicht so ganz ernst genommen  wie man das hätte erwarten dürfen. Erst in der 14.Minute hatte der EHC seine erste, gute Chance, doch Sergej Piskunov scheiterte noch an Schnierstein, der scheinbar schon auf Betriebstemperatur war. Zwei Minuten später jubelte Piskunov dann bereits, doch laut Hauptschiedsrichter Markus Sperl war die Scheibe nicht im Tor- kurz drauf gab’s dann aber nichts mehr zu diskutieren und Piskunov fand doch noch den Slot und stellte auf 1:0 (18:16). Kurz vor der Pause dann aber viel Verkehr vor EHC-Keeper Denis Rauscher und damit keine Sicht auf die Scheibe, die Martin Wiener irgendwie zum Ausgleich einnetzen konnte (19:03).

In der Pauseansprache in der Kabine schien Löwen-Trainer Petr Vorisek die berühmten richtigen Worte gefunden zu haben, denn im mittleren Abschnitt waren die Hausherren deutlich aktiver und Sergej Piskunov brachte die Waldkraiburger mit seinem zweiten Tor des Abends nach gutem Einsatz wieder in Front (23:32). Dann blieben die Hausherren aber bei einem Nürnberger Angriff zu passiv und Michael Hahn glich abermals für die Gäste aus (29:06). Doch die Antwort des EHC folgte prompt - trotz Unterzahl - und Miculka brachte die Löwen nach starkem Zusammenspiel mit Florian Barth wieder in Führung (31:33). Insgesamt brachten die Industriestädter für ein Heimspiel aber noch immer etwas zu wenig.

Auch im Schlussdrittel behielten die Waldkraiburger diese Passivität zunächst noch bei und sorgten damit dafür, dass die Gäste im Spiel bleiben konnten. Nachdem die ersten zehn Minuten aber gespielt waren, sorgte der Kapitän für eine erste Vorentscheidung: Peter Richter nahm sich an der blauen Linie in Überzahl ein Herz und netzte zum vierten Mal für die Löwen ein (50:03). Kurz darauf sorgte Sergej Piskunov mit seinem dritten Tor des Abends schon für das 5:2 (53:30) und viele glaubten, damit sei die Partie gelaufen, doch Nürnberg erzielte nach einem katastrophalen Abwehrfehler durch Domink Härtlein noch den Anschluss (58:02) und verschaffte den Gästen nochmals Auftrieb. Doch der absolute Mann des Spiels, Sergej Piskunov, brachte schnell wieder für Ernüchterung, traf zum vierten Mal und sorgte eine halbe Minute vor Schluss für den 6:3-Endstand (59:28). „Ich habe ihm letzte Woche im Training geärgert, dass er Holzhände hätte- jetzt weiß ich, wie ich ihn in Zukunft motivieren kann“ scherzte EHC-Coach Vorisek nach der Partie. Eine etwas ungewöhnliche Methode zwar, aber bei diesem Ergebnis vielleicht ein, die er wiederholen sollte, denn dann werden die Löwen die Zwischenrunde mit Bravour meistern können.  


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