Löwen sind heiß aufs Derby gegen DorfenEHC Waldkraiburg

Löwen sind heiß aufs Derby gegen DorfenLöwen sind heiß aufs Derby gegen Dorfen
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Doch bevor es am Sonntag endlich gegen die Eispiraten des ESC Dorfen geht, müssen die Löwen von Trainer Petr Vorisek erst mal zum schweren Auswärtsspiel beim TSV Peißenberg antreten. In der Vorbereitung auf die aktuelle Spielzeit spielte man bereits zwei Mal gegen den TSV, auswärts kassierten die Waldkraiburger im September eine 5:7-Pleite bei den Eishacklern; seither war dies zwar die letzte Niederlage gewesen, welche die Industriestädter zu verkraften hatten – sowohl in der Vorbereitung, als auch in der Punkterunde sind die Löwen seit damals nämlich ungeschlagen – doch auch der 5:3-Erfolg gegen Peißenberg im Rückspiel war alles andere als eine klare Angelegenheit. Und der Kader der Peißenberger hat sich seit diesen Begegnungen nochmals qualitativ verbessert: Vor einer Woche verpflichteten die Eishackler vom erfahrenen Trainerfuchs Rudi Sternkopf nämlich den 31-jährigen Slowaken Garip Saliji. Der stürmte zuletzt zwar „nur“ in der dritten tschechischen Liga, war zuvor aber auch schon in der höchsten Spielklasse unseres Nachbarlandes beim HK Kcero Nitra aktiv, sowie in der ersten Liga Frankreichs beim HC Mont-Blanc. Zum Einstand steuerte Saliji beim 7:1-Erfolg gegen Buchloe auch prompt seinen ersten Treffer für die Eishackler bei. Mit einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen steht Peißenberg derzeit auf Rang neun im Tableau – alle Punkte holte der TSV auf eigenem Eis.

Der EHC Waldkraiburg konnte bislang auf eigenem Eis, sowie in der Fremde punkten und liegt derzeit punktgleich hinter Tabellenführer Sonthofen auf dem zweiten Rang. Besonders am letzten Wochenende, beim 6:1-Heimsieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Liga-Primus Miesbach, lieferten die Löwen eine starke Vorstellung ab, die Lust auf mehr macht. Tolle Kombinationen, schön herausgespielte Tore und ein hohes Tempo- dieses Eishockey muss man gesehen haben. Zu Recht lobte Vorisek seine Spieler nach der Partie in der Kabine: „Jungs, das war eine Gala-Vorstellung.“

Diese Leistung wollen die Mannen um Kapitän Daniel Hämmerle auch gegen Dorfen versuchen abzurufen und auch neben dem Eis haben sich die Verantwortlichen des EHC einige Neuheiten überlegt. Es gibt also mehrere Gründe, die dafür sprechen, am Sonntag ins Stadion der Löwen zu kommen und dieses wieder zur „Löwenhöhle“ zu machen. Bereits gegen Miesbach war die Stimmung gut, gegen den ESC wünscht sich das Team der Waldkraiburger nochmals eine Steigerung. „Die Fans sind ganz wichtig für uns- wir kriegen das ja auch auf dem Eis mit. Es wäre echt stark, wenn auch am Sonntag wieder viele Zuschauer kommen und uns lautstark unterstützen“, hofft Kapitän Hämmerle vor der Partie gegen seinen Ex-Klub auf den richtigen Zuspruch von den Rängen.

Dorfen ist derzeit Siebter der Liga und mit zwei Siegen gegen Lindau (4:0) und Höchstadt (5:0) gestartet- gegen Höchstadt endete die Partie zwar ursprünglich mit 4:3 für den ESC nach Penaltyschießen, wegen eines falschen Spielerpasses auf Seiten der Höchstadter wurde die Begegnung nachträglich aber gar mit 5:0 für Dorfen gewertet. Am letzten Freitag waren die Eispiraten gegen Memmingen bereits mit 2:1 in Führung, am Ende unterlagen sie den Indians aber mit 2:3. Zwei Tage später mussten sie sich in Buchloe mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Dorfen ist darum sicher auf Wiedergutmachung aus und gerade im Derby gegen den EHC Waldkraiburg, zu dem traditionell auch viele Gästefans erwartet werden dürfen, werden die Eispiraten von Spielertrainer Thomas Vogl zusätzlich motiviert sein.