Löwen siegen im vorletzten Test gegen PfaffenhofenEHC Waldkraiburg

Löwen siegen im vorletzten Test gegen PfaffenhofenLöwen siegen im vorletzten Test gegen Pfaffenhofen
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Auf drei Stammspieler musste Beslagic bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte – der Chefcoach der Löwen ging von 2009 bis 2011 für die Icehogs aufs Eis und wurde torgefährlichster Verteidiger der Bayernliga – verzichten: Stürmer Fritz Geuder fehlte wegen Grippe, Peter Richter und Oliver Ferstl musste beruflich bedingt passen. Dafür stand ein alter Bekannter im Team der Industriestädter: Maximilian Meinicke, 2008 Bayerischer Meister mit den Löwen und in den letzten beiden Jahren für die 1b des EHC in der Bezirksliga aktiv, hatte in den vergangenen Wochen schon vereinzelt mittrainiert und versuchte sich wieder in Bayerns höchster Spielklasse. Der 29-jährige Familienvater machte seine Sache dafür ziemlich gut, auch wenn ihm in den letzten beiden Jahren etwas an Schnelligkeit verloren ging – von der Technik, der Spielübersicht und -Eröffnung her ist er aber sicher eine Meldung beim Bayerischen Eissportverband für die erste Mannschaft wert.

Die Reihen wurden wie erwartet erneut umgestellt, Nikolai Varianov durfte dabei endlich auf einer Außenstürmerposition angreifen und erzielte nach knapp 12 Minuten die Führung für die Gäste (11:46). Nur wenige Waldkraiburger Fans hatten den Weg nach Pfaffenhofen auf sich genommen, die Autobahn A9 lädt derzeit auch Baustellenbedingt mehr zum stehen, als zum fahren ein. Die knapp 20 Anhänger gaben sich auf den kalten Tribünen eher wie eine Geiß- sie sprangen die Stufen auf und ab, um im überraschend kühlen Stadion die Füße wenigstens etwas auf Temperatur zu halten. Für wohlige Temperaturen sorgte dann auch die Familie Piskunov: Nach Pass vom späteren Pechvogel Alex, deutete sein älterer Bruder Sergej einen Pass an, zog stattdessen aber ab. Direkt ins Toreck und keine Chance für Keeper Andi Banzer im Tor der Gastgeber (15:26).

Das zweite Drittel begann Pfaffenhofen mit zwei Mann mehr auf dem Eis und diese Gelegenheit zum Anschluss ließen sich die Icehogs um Kapitän Vokaty nicht entgehen (20:53). Anschließend folgte aus Waldkraiburger Sicht der Aufreger des Spiels: Alex Piskunov wurde auf dem Weg zum Wechsel in Karatemanier von einem Gegenspieler von den Beinen geholt. Piskunov zog sich dabei eine böse Fleischwunde am Finger zu die genäht werden musste, bekam zum Dank aber noch eine 5 plus Spieldauerstrafe. Im ersten Augenblick komplett unverständlich, doch Schiedsrichter Markus Sperl, der insgesamt einen guten Job machte, hatte zuvor ein Foul Piskunovs erkannt, das zu dieser harten Strafe geführt hatte. Die Kampfeinlage gegen Piskunov also nur die Retourkutsche und straffrei. Eishockey ist eben ein Männersport, würde Erich Kühnhackl sagen. Die Löwen gaben mit Jan Loboda aber die richtige Antwort (37:12) und gingen mit einem 3:1 in die zweite Pause. Das Tor leitete übrigens der heute wieder mal sehr souverän fangende Keeper Sebastian Weiß ein- einen Scorerpunkt, den er sich aufgrund seiner starken Leistung auch verdient hatte.

Im Schlussdurchgang wurde das Tempo der zuvor recht flotten Partie etwas nach unten geschraubt und Keeper Weiß vereitelte die wenigen, noch ankommenden Spielzüge der Gastgeber. So blieb es Mario Sorsak, nach einem überlegten Pass von Florian Barth, vor, den 4:1-Endstand zu erzielen. Die kluge Spielübersicht von Barth war wieder einmal bemerkenswert, doch nicht verwunderlich. Der junge Mann ist schließlich Lehrer an der Waldkraiburger Realschule für Wirtschaft und Sport.

Am Sonntag trifft der EHC jetzt zum Abschluss der Vorbereitung auf den EV Moosburg. Die Partie beginnt um 18 Uhr.