Löwen lassen aufhorchenEHC Waldkraiburg

Löwen lassen aufhorchenLöwen lassen aufhorchen
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Denn der EHC aus der Industriestadt verkaufte sich ziemlich gut gegen den Drittligisten, der im Vorjahr in der Oberliga Süd immerhin einen guten Mittelfeldplatz belegt hatte. Die Löwen verteidigten gut in der zu erwartenden Abwehrschlacht gegen Fire noch dazu auf fremdem Eis gegen eine Mannschaft, die sich schon seit fast zwei Monaten im Eistraining befindet und hatten mit Sebastian Weiß einen überragenden Torhüter in ihren Reihen, der ein starkes Debüt im Dress des EHC feiern konnte. Die Verteidiger Thomas Laschütza und Tobias Vogl mussten arbeitsbedingt passen, dafür kehrten mit dem etatmäßigen Kapitän Peter Richter und Stürmer Martin Führmann zwei Fachkräfte in den Kader zurück. Stürmer Oliver Ferstl wurde von Beslagic in die Verteidigung beordert und machte seine Sache ziemlich gut. Bis auf einige kleine Abstimmungsfehler, die aber verständlich waren, beim Defensiv-Debüt. Alles in allem eine Variante, über die Beslagic in Zukunft öfter nachdenken sollte.

In der 12.Minute konnte Deggendorf mit Andrew Schembri in Führung gehen: Nachdem die Niederbayern immer wieder angerannt waren, fanden sie schließlich doch ein Loch in den Reihen des EHC und nutzten dieses (11:58). In der Folge trieb EHC-Keeper Weiß die Deggendorfer von Trainer Rudi Sternkopf zur Verzweiflung. Brendan McLaughlin, in der Vorsaison noch als Stürmer von Bayernligist Memmingen zum „Spieler des Jahres“ gewählt und seine Kollegen rannten ergebnislos an. Waldkraiburgs Kontingentspieler Jan Loboda und sein Defensivkollege Marc Lenczyk, der immer besser in Tritt kommt und erneut ein starkes Spiel zeigte, sowie die anderen Verteidiger waren aber immer auf der Höhe. Folgerichtig fiel nach gut 24 Minuten durch Blueliner Loboda der Ausgleich (24:16). Deggendorf schlug aber zurück und nutzte seine dritte von insgesamt fünf Überzahlgelegenheiten zum 2:1, erneut durch Schembri (38:06). Nicht mal eine Minute später, schlugen die Löwen aber zurück: ein Traumpass von Loboda setzte Christian Birk in Szene und prompt hieß es 2:2 (39:05).

Viele der 405 Zuschauer glaubten jetzt, dass Deggendorf im letzten Drittel aufdrehen und die Löwen unter die Räder kommen würden, doch weit gefehlt. Keeper Weiß vereitelte ein ums andere Mal die Chancen der Hausherren, auch beim 3:2 durch Schembri (50:36) trafen die Deggendorfer erst im vierten Anlauf. Die Ergebnisse in Vorbereitungsspielen sind zwar bekanntlich immer zweitrangig- EHC-Coach Beslagic nahm in der Schlussminute trotzdem Keeper Weiß vom Eis und ersetzte ihn durch einen weiteren Stürmer. Löwen-Verteidiger Loboda tankte sich sogar über die gesamte Eisfläche bis vors Tor und suchte den Abschluss- an der knappen 2:3-Niederlage sollte sich aber nichts mehr ändern. Am Sonntag treten die Löwen beim EV Moosburg an (17 Uhr), nächsten Samstag folgt das erste Heimspiel der Vorbereitung gegen den TSV Peißenberg. Der Spielbeginn wurde erneut geändert: Die Partie beginnt um 18 Uhr im Waldkraiburger Stadion.