Löwen kassieren Heimpleite gegen PfaffenhofenEHC Waldkraiburg

Löwen kassieren Heimpleite gegen PfaffenhofenLöwen kassieren Heimpleite gegen Pfaffenhofen
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Mit den drei Punkten im Rücken, die sich die Löwen zwei Tage zuvor beim 2:0-Sieg in Lindau geholt hatten, begnügten sich die Industriestädter offensichtlich. Denn die ersten zehn Minuten glichen eher einem „Old School Hockey“-Freundschaftsspiel, mit wenig Tempo, kaum Zug zum Tor und recht körperlosem Spiel. Pfaffenhofen zauberte zwar auch nicht die große Spielkunst aufs Eis, trotzdem wirkten sie deutlich aktiver. So war es kein wirkliches Wunder, dass es die Gäste waren, die in Führung gehen durften. Der ehemalige Waldkraiburger Stürmer Philipp Spindler stellte nach einem schönen Alleingang nach knapp 12 Minuten auf 0:1 aus Sicht der Gastgeber (11:45). Diesen Gegentreffer schienen die Löwen gebraucht zu haben, denn das Tor weckte die Industriestädter plötzlich auf und Florian Barth, der schon zwei Tage zuvor gegen Lindau getroffen hatte, glich für den EHC aus (13:05). Keine drei Minuten später zeigten Martin Führmann und Jürgen Lederer ein starkes Zusammenspiel und brachten den EHC erstmals in Führung (15:49). Diesmal fanden aber die Gäste die richtige Antwort und Tobias Feilmeier erzielte 19 Sekunden nach der Löwen-Führung den Ausgleich zum 2:2 (16:08). Die letzten zwei Minuten des ersten Drittels absolvierten die Hausherren in Überzahl, doch sprang dabei nichts Zählbares heraus.  

Petr Vorisek war auf dem Weg in die Kabine der Unmut über die Spielweise seiner Mannschaft deutlich anzusehen und kurz nach Wiederanpfiff musste er sich erneut ärgern: Während Oliver Ferstl auf der Strafbank schmorte, überwand David Vokaty Fabian Birk im Tor des EHC und erzielte die 3:2-Führung für die Ice Hogs (23:51). Anschließend häuften sich die Fehlpässe bei den Hausherren und es war allein Keeper Birk zu verdanken, dass der Rückstand so gering blieb. EHC-Coach Vorisek reagierte, nahm seine Auszeit und forderte wieder die nötige Konzentration von seinen Spielern. Doch schienen die nicht richtig zugehört zu haben, denn zunächst verstrich eine zweiminütige Überzahl ohne einen einzigen Torschuss und wenig später konnte man, erneut mit einem Spieler mehr auf dem Eis, wieder kein Kapital daraus schlagen.

Das Schlussdrittel begann dann vielversprechend für die Hausherren: Martin Führmann kam von der Strafbank, wurde von Barth in Szene gesetzt und glich zum 3:3 aus (40:58). Wenig später bot sich wieder ein Überzahlspiel für die Löwen, doch das war an diesem Tag alles andere als eine Stärke des EHC. Zwar wurden wenigstens einmal einige Torschüsse abgegeben, doch konnte Keeper Christian Hamberger seinen Kasten sauber halten. Dann fielen die Waldkraiburger aber wieder zurück in ihre alte Lethargie und Marco Löwenberger erzielte mit einem Traumtor das 3:4 für Pfaffenhofen: aus der Drehung zog der Kapitän der Gäste dabei ins lange Eck und vernaschte damit EHC-Schlussmann Birk (48:32). Der Treffer hatte sich angedeutet, denn die Hausherren taten einfach zu wenig für die Partie und auch das fünfte Tor der Gäste, durch David Vokaty, war keine wirkliche Überraschung (50:02). Dann war aber wieder einmal Jürgen Lederer da und gab nur 15 Sekunden nach dem 3:5 die richtige Antwort (50:17). Plötzlich waren die Löwen wieder im Spiel und setzten die Gäste im eigenen Drittel unter Druck- kurioserweise deutlich gefährlicher als in jedem vorigen Powerplay mit einem Mann mehr auf dem Eis. Doch es brachte nichts ein- wie so oft in dieser Partie. In den letzten Minuten nahm Vorisek dann Keeper Birk vom Eis, doch machten die sechs Feldspieler einen üblen Fehlpass und so durfte David Vokaty mit seinem dritten Tor des Spiels die Niederlage besiegeln. Ein verdiente 4:6-Pleite, denn diese Leistung der Löwen hatte auch keinen Sieg verdient.