Lindau erwägt Protest

Lindau erwägt ProtestLindau erwägt Protest
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Passiert war folgendes: In den letzten beiden Minuten war von den Zeitnehmern eine Strafe gegen den EV Lindau falsch eingetragen worden und lief auf der Spieluhr dementsprechend falsch. Dies bemerkten die Schiedsrichter zwar und ließen die Uhr zurückstellen, allerdings 16 Sekunden weniger, als korrekt gewesen wäre. Dies gaben sie auch im Zusatzbericht so an. „Kurz gesagt hätten wir von den letzten 40 Sekunden 36 in Überzahl spielen können. Beim Spielstand von 5:6 und der Möglichkeit noch den Torhüter vom Eis zu nehmen um mit 6 gegen 4 zu spielen, ist dies ein spielentscheidender Formfehler“, erklärt Vorsitzender Marc Hindelang. „Deshalb sind wir Verein und Mannschaft gegenüber verpflichtet, hier tätig zu werden.“

Ein Nachspiel passend zu 60 emotionalen und spannenden Minuten. Die sahen vor 1611 Zuschauern zunächst den Gastgeber deutlich im Vorteil. Memmingen spielte mit dem Schwung von 13 Siegen in den letzten 15 Spielen und führte nach dem ersten Drittel verdient durch einen Treffer von Tim Tenschert (11.) mit 1:0. „Damit waren wir gut bedient, Michael Gundlach hat uns im Spiel gehalten“, sagte Trainer Michael Rossi.

Im zweiten Drittel agierte der EVL dann aber mehr und mehr auf Augenhöhe und lieferte den Indians einen offenen Schlagabtausch. Dabei standen die beiden Torhüter Martin Niemz und Michael Gundlach im Mittelpunkt und verhinderten mehr Treffer. Auch den Rückschlag einer berechtigten Spieldauer- Disziplinarstrafe gegen Dominic Mahren in der 28. Minute steckten die Islanders weg. Bei einer drei gegen vier Unterzahl zog Kyle Doyle auf und davon und glich aus (30.). Allerdings währte die Freude nicht lange, denn die Gastgeber nutzten eine Minute später eine doppelte Überzahl zum 2:1. Erneut kamen die Islanders aber zurück. Bernhard Leiprecht schickte nach 35 Minuten Stephan Trolda auf die Reise, der links unten zum erneuten Ausgleich traf.

Es wäre mehr für den EVL drin gewesen. Leider leisteten sich die Gäste ihren obligatorischen Tiefschlaf nach der Pause. Nach nur 39 Sekunden war Memmingens Torjäger Brendan McLaughlin zur Stelle und brachte die Gastgeber erneut in Führung. Auch darauf hätten die Islanders antworten können. Wie schon im Spiel gegen Bayreuth gab es bei diesem Spielstand einen Penalty, der erneut vergeben wurde. Zu schwach war der Abschluss von Kapitän Mike Dolezal. Auch diesmal rächte sich dies. Mit einem Doppelschlag erhöhten die Indians durch Marc Stotz und erneut McLaughlin innerhalb von 26 Sekunden auf 5:2 (48.). Dennoch war dies noch nicht die Entscheidung. „Es war gut, wie wir uns zurückgekämpft haben“, sagte Rossi über das was folgte. Zunächst brachte die Lindauer ein kurioser Treffer auf 5:3 heran. In der 52. Minute lupfte Doyle die Scheibe ins gegnerische Drittel, Dolzeal berührte den Puck noch, der an Memmingens Goalie   vorbei ins Netz hüpfte. Das gab dem EVL die zweite Luft. Nur 43 Sekunden später schloss Andreas Pufal ein sehenswertes Powerplay mit dem Anschlusstreffer ab. Der EVL drängte nun in einem immer packenderen Derby auf den Ausgleich – und wurde ausgekontert. Schulmäßig spielte der ECDC einen zwei gegen eins Gegenzug aus, wobei McLaughlin mit seinem dritten Tor des Abends in der 56. Minute die Vorentscheidung besorgte. Auch das – und eine überflüssige Spieldauer- Disziplinarstrafe gegen den meckernden Andreas Pufal – steckten die Lindauer noch einmal weg. Bereits zweieinhalb Minuten vor Schluss nahm Trainer Rossi bei eigener Überzahl seinen Torwart vom Eis. Der EVL belagerte das Tor der Allgäuer und kam zum erneuten Anschluss: Mit sechs gegen drei traf Martin Valenti noch zum 6:5.

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