Lindau erkämpt 6:6 in Fürstenfeldbruck

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Packender hätte das Auftaktspiel des EV Lindau in der Landesliga Bayern-West nicht ablaufen können. Durch einen mitreißenden Endspurt holten die Islanders bei Bayernliga-Absteiger EV Fürstenfeldbruck einen 1:3- und 3:6-Rückstand auf und erkämpften sich ein 6:6 (2:3, 1:2, 3:1)-Unentschieden.

Nur 24 Stunden nach dem deutlichen Pokalsieg gegen Dachau mussten die Islanders aber erst einmal erkennen, dass Vorbereitung und Bayernkrug etwas ganz anderes als ein Ligaspiel sind. So lagen die Lindauer schon nach zwei Minuten in Rückstand, nachdem Buchwieser das erste Powerplay der Gastgeber genutzt hatte. In der Folgezeit taten sich die Lindauer gegen das destruktive und nur auf Konter ausgelegte Defensivspiel des EVF schwer. „Es hat unserem Spiel lange an der Präzision gefehlt“, sagte Trainer Willy Bauer, der erstmals seinen kompletten Kader an Bord hatte, „und in der Defensive war die Abstimmung nicht die Beste.“ So kam es, dass unmittelbar nach Timo Krohnfoths Ausgleich zum 1:1 (16.) die Gastgeber mit zwei Treffern durch Fröschl und Buchwieser innerhalb von 28 Sekunden auf 3:1 davonzogen. Glücklicherweise erzielte aber Sascha Paul eine Minute vor der Pause noch den Anschlusstreffer.

Das gab dem EVL für das zweite Drittel Auftrieb. Druckvoll kamen die Gäste aus der Kabine und markierten durch David Volek schon nach zwei Minuten den Ausgleich. Aber auch hier antworteten die „Crusaders“ postwendend. Durch einen Scheibenverlust im eigenen Drittel luden die Lindauer Michael Hacker schon eine Minute später zum 4:3 ein. Ab der 26. Minute liefen die Islanders dann wieder einem zwei Tore Rückstand hinterher, nachdem Thomas Schweiger auf 5:3 erhöht hatte. „Wir haben zu viele einfache Gegentore bekommen“, ärgerte sich Bauer. „Aber positiv war, dass die Mannschaft weiter an sich glaubte und nie aufgab.“ Nicht einmal nach dem sechsten Tor, das die Gastgeber unmittelbar zu Beginn des letzten Drittels bei doppelter Überzahl erzielten, gaben sie sich geschlagen. Wichtig war dabei, dass Tobias Zappe mit einem verdeckten Schuss nur 43 Sekunden später das 6:4 gelang. In einer temporeichen Partie erspielten sich Lindauer in der Folge eine Vielzahl von Chancen, scheiterten aber immer wieder am starken Brucker Keeper Dennis Berger oder am Aluminium. Im Anschluss an eine Spieldauer- Disziplinarstrafe gegen EVF- Stürmer Geuss (46.) standen die Lindauer sogar zwei Minuten lang mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, fanden den Weg ins Tor aber nicht. Aber auch davon ließen sich die Gäste nicht entmutigen. Drei Minuten vor dem Ende gelang Zappe, der einen Schuss von Sebastian Szeja abfälschte doch noch der Anschlusstreffer zum 6:5. Der setzte weitere Kräfte frei, zudem bekam der EVL ein weiteres Powerplay. Das nutzte Sascha Paul im Nachschuss 104 Sekunden vor Schluss zum viel umjubelten und verdienten Ausgleichstreffer. „Wenn das Spiel noch fünf Minuten länger gegangen wäre, hätten wir es wohl sogar gewonnen“, sagte Willy Bauer, der zudem feststellte, „dass in Fürstenfeldbruck noch einige Mannschaften Probleme bekommen werden.“