Lindau erkämpft zwei Punkte in Geretsried

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der EV Lindau kämpft sich weiter erfolgreich durch die Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Auch das schwere Auswärtsspiel beim ESC Geretsried gewannen die Islanders mit allergrößtem Einsatz 5:3 (2:0, 2:3, 1:0) und gewannen auch ihr viertes Spiel in der Aufstiegsrunde.

Punkte auf fremdem Eis in dieser Runde zu erringen, fällt besonders schwer. Der Widerstand der Gastgeber ist zumal gegen die Spitzenteams enorm und lässt auch nicht nach, wenn diese in Rückstand liegen. Dies war auch beim Vizemeister der Gruppe Süd, der seine beste Saisonleistung bot, nicht anders.

Die gute Nachricht vor dem Spiel war für den EVL, dass Dominic Mahren trotz seiner Gesichtsverletzung einsatzfähig war. Dies unterstrich der schnelle Außenstürmer gleich nach drei Minuten, als David Volek die Scheibe zum 0:1 auflegte. Belohnung für den guten Start der Gäste, die ihre technischen Vorteile zunächst ausspielten. In der Folge mussten die Islanders aber in der zweikampfbetonten und von den Schiedsrichtern sehr umsichtig geleiteten Partie einige Unterzahlsituationen überstehen. Dies lösten sie zunächst auf ihre Weise: Mit einem Shorthander. Von Andi Hops kam die Scheibe zu Matthias Schwarzbart, der mit einem schnellen Pass Martin Krügers einen Alleingang ermöglichte, den dieser nach genau 10 Minuten zum 0:2 vollendete.

Dieser Vorsprung wiegte die Islanders wohl zu sehr in Sicherheit, denn in der Folge kamen sie von ihrem klaren Spiel ab. Fehler und Unkonzentriertheiten schlichen sich ein, die die Gastgeber wieder zurück in die Partie brachten. Ende des ersten Drittels deutete sich das bereits an. Realität wurde es im Mittelabschnitt. Zunächst konnte Waldemar Quapp in der 23. Minute noch das Schlimmste verhindern. Zwei Minuten später war er beim Anschlusstreffer von Moritz Lauer machtlos. Die River Rats spürten, dass mehr möglich war und nutzten die geistige Auszeit des EVL nur eine Minute mit dem 2:2 konsequent aus. Plötzlich diktierte der Süd-Vizemeister den Rhythmus der Partie, brachte die Islanders mit vollem Einsatz in Bedrängnis. Den Gästen gelang in dieser Phase kaum etwas, während Geretsried mächtig Druck machte. Nach 30 Minuten war die Partie dann auch gedreht. Nino Poch nutzte die Unordnung in der EVL- Defensive und traf zum 3:2. Sollten die Islanders nun die erste Niederlage der Aufstiegsrunde kassieren? Nein, denn sie kamen eindrucksvoll zurück. „Wir haben uns mit großem Willen und viel Herz aus der schwierigen Lage befreit. Das war eine starke Reaktion meiner Mannschaft“, sagte Trainer Willy Bauer. Zunächst verschärften die Gäste das Tempo wieder, was Ihnen in der 35. Minute ein Powerplay einbrachte. Pavel Mojtek hielt sich dabei nicht lange auf und nutzte schon nach neun Sekunden die Situation zum Ausgleich. Jetzt waren die Islanders wieder dran, nachzulegen. Nur 24 Sekunden nach dem 3:3 schaltete der EVL über Peter Kraus und Benjamin Hecker blitzschnell um und ermöglichten Christoph Hehle den erneuten Führungstreffer zum 3:4.

Die Partie blieb auch im Schlussabschnitt hart umkämpft mit Chancen auf beiden Seiten. Aber die Führung sollten die Islanders, die längst zu ihrem Spiel zurück gefunden hatten, nicht mehr hergeben. Im Gegenteil: Elf Minuten vor Ende erhöhte Matthias Schwarzbart auf Vorlage von Andi Hops auf 3:5. „Nicht nur das Tor war wichtig. Es war auch wichtig, dass alle Reihen getroffen haben“, sagte Willy Bauer. „Man hat heute wieder gesehen, dass wir alle drei Blöcke brauchen, um erfolgreich zu sein.“ Auch nach den zwei Toren Führung konnte sich der EVL aber nicht zurücklehnen. Geretsried kämpfte weiter um den Anschluss, nahm bei eigener Überzahl sogar noch den Torhüter heraus, konnte aber nichts Zählbares mehr erreichen. Die Islanders hingegen waren froh, bei einem starken Gegner zwei Punkte geholt zu haben. „Diese Spiele muss man gewinnen, um oben dabei zu bleiben“, sagte Bauer, wohl wissend, dass sein Team eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison überstanden hatte, ohne auszurutschen.