Lehrstunde in Sonthofen

Lehrstunde in SonthofenLehrstunde in Sonthofen
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Von den spielerischen Qualitäten, die der ERV heuer schon demonstrierte, war an diesem Freitag so gut wie nichts nichts zu sehen. Das lag vor allem an der Taktik der auf die Schweinfurter bestens eingestellten Bulls, die von Beginn an immer hart am Mann waren, bißstärker im Zweikampf und präsenter auf dem Eis. Bereits nach dem ersten Doppelpack zum Stand von 2:0 war im Prinzip schon der Knackpunkt erreicht. Das Auftreten und die gesamte Körpersprache der Dogs vermittelten nie das Gefühl, hier ginge noch was. Symptomatisch vielleicht, daß besonders unsere 1. Reihe nichts in Richtung Sonthofener Tor brachte - auch nach der dem Beordern von Timo Ludwig für Igor Filobok in diese Sturmformation änderte sich da nichts. Ebenso kennzeichnend, daß aus der Mannschaft der Gäste nur Fighter wie Bryce Hollweg oder Martin Dürr herausstachen.

Auch als die Hausherren im letzten Drittel zurückschalteten, stand die Partie trotz eines Pfostenschusses der Schweinfurter nie auf der Kippe. Daß die Lehrstunde für die Mighty Dogs nicht zum Debakel wurde, verdankten sie auch Benjamin Dirksen: "Ohne ihn hätte es auch locker zweistellig ausgehen können", urteilte 2. Abteilungsleiter Stephan Steinert, der anmahnte, am Sonntag gegen Bayreuth sei eine vollkommen andere Einstellung notwendig. Bei aller Kritik am Auftritt der eigenen Truppe machte er aber auch den Bulls ein Kompliment: "Die zur Zeit beste Mannschaft ist jetzt auch Tabellenführer.

Tore: 1:0 (7.) Vit (Vaitl, Friedl/5-4), 2:0 (7.) Newhook (Sill), 3:0 (27.) Sill (Newhook/4-5), 4:0 (54.) Vaitl (Vit, Friedl), 5:0 (54.) Krötz (Newhook, Grimm), 5:1 (58.) Filobok (Nemirovsky/5-4). Strafen: Sonthofen 16 + 10 (Blaha), Schweinfurt 14 + 10 (Dunlop) + 10 (Eckmair). Zuschauer: 1100.