Lange gezittert

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Lange zittern mussten die Zuschauer des ESV Pinguine Königsbrunn, ehe am Ende von spannenden 60 Minuten ein 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) im ersten Play-down-Spiel gegen den EV Fürstenfeldbruck errungen wurde.

Eigentlich begann die Partie nach Wunsch, denn der ESV machte von Beginn an Druck. Bereits in der zweiten Minute scheiterte man am Innenpfosten und in den darauf folgenden Szenen zeigte mehrfach Severin Dürr im Kasten des EVF seine Stärke. Wäre den Pinguinen bereits in diesen Situationen ein Treffer gelungen, wäre wohl keinerlei Gefahr entstanden. Aber so sollten Dürr sowie auf Königsbrunner Seite Clemens Heringer nach Spielende überragende Leistungen bescheinigt bekommen. Fürstenfeldbruck konnte sich in der Anfangsphase nur mit unerlaubten Weitschüssen aus der Pinguinumklammerung befreien. Wie so oft in dieser Saison war aber die Chancenverwertung der Königsbrunner nur mit ungenügend zu bewerten. Ab Mitte des ersten Drittels konnten sich die Gäste langsam befreien und Heringer mehrfach prüfen, doch dieser hielt inklusive zweier Alleingänge alles.

Zu Anfang des zweiten Drittels hatten die Pinguine eine Unterzahlsituation zu überstehen und von nun an war Fürstenfeldbruck gleichwertig. Chancen auf beiden Seiten gab es genug, doch es war der Kampf zwischen Heringer und Dürr, die die Angreifer beider Mannschaften in den Wahnsinn trieben. Dazu merkte man vor allem den Pinguinen die steigende Nervosität an, denn während Bruck immer besser ins Spiel kam, zogen sich die Gastgeber zurück und versuchten erst einmal Fehler zu vermeiden.

Der EVF merkte, dass in diesem Spiel eine Überraschung greifbar lag und so übernahm der Tabellenletzte der Hauptrunde das Kommando und die Pinguine gerieten zu Beginn des letzten Drittels teilweise mächtig unter Druck, konnten sich aber erneut bei Teufelskerl Heringer bedanken. Dazu wurde mehrfach deutlich warum Fürstenfeldbruck lediglich 76 Tore auf der Habenseite verbuchen konnte, denn die Abschlussschwäche stand der auf Pinguinseite in nichts nach. Irgendwie schienen sich viele Zuschauer schon auf eine Verlängerung einzustellen, als die Scheibe in der 54. Minute plötzlich im Tor des EVF lag. Vladislav Gossmann stocherte das Spielgerät am langen Pfosten über die Linie und Torwart Dürr fehlten einige Zentimeter zum Parieren. Von einer Sekunde auf die andere waren die Gäste gebrochen und die Pinguine voll im Spiel. Zwei Minuten vor Spielende nahmen die Gäste eine Auszeit und beorderten kurz darauf den Torhüter vom Eis. Dies nutzte aber Stefan Härtl´, der die Scheibe von der eigenen Grundlinie ins leere Tor schoss. Die Eishalle stand endgültig Kopf und die Mannschaft wurde frenetisch bejubelt. Kurz nach dem Tor musste dann Patrick Ullmann auf die Strafbank und der EVF nahm erneut den Schlussmann vom Eis. Nun war es Michael Polaczek, der ebenfalls ins verwaiste Tor traf.

Tore: 1:0 (54.) Gossmann, 2:0 (59.) Härtl, 3:0 (60.) Polaczek. Strafen: Königsbrunn 18, Fürstenfeldbruck 18.