Königsbrunn scheidet aus der Bayernliga ausRückzug

Königsbrunn scheidet aus der Bayernliga ausKönigsbrunn scheidet aus der Bayernliga aus
Lesedauer: ca. 2 Minuten

„Wir haben keine Meldestärke mehr, um am Ligaspielbetrieb teilnehmen zu können“, wird die erste Vorsitzende Michaela Königsberger auf der Homepage des ESV zitiert.  Zahlreiche Spieler hatten Königsbrunn seit Beginn der Transferperiode verlassen. In der Meldung des Vereins heißt es weiter: „Nach Patrick Zimmermann und Ervin Masek haben sich auch noch Robert Gebhardt und Alexander Christian in der vergangenen Woche verabschiedet. Das wäre noch zu verkraften gewesen, so die Vorstandschaft der Pinguine. Aber mit Marc Streicher und Alexander Rehle haben  zwei weitere Leistungsträger der Pinguin-Mannschaft den Rücken gekehrt. Abschließend hat man dann auch noch für Jungverteidiger Dominic Sams den Pass freigeben müssen. Nun muss man die Mannschaft abmelden, weil man die Bayernliga-Meldestärke von 14 Feldspielern und einem Goalie nicht mehr vorweisen kann.“

Auch aus dem eigenen Nachwuchs konnte man sich nicht bedienen, „weil man die Leistungsträger der Bundesligamannschaft vor drei Jahren zum Augsburger EV abgeben musste. Die derzeitige Juniorenmannschaft hat nur vier Endjahrgänge, davon einen Hobbyspieler. Der Leistungsunterschied zwischen der Junioren-Bezirksliga und der Bayernliga ist unmöglich zu schaffen. Wir haben es seit zwei Wochen versucht, die Spieler in das Team zu integrieren, aber es wäre verantwortungslos und gefährlich sie in der Bayernliga zum Einsatz zu bringen.“

In der Meldung suchen die Königsbrunner nach Gründen: „Zum einen gibt es  Sponsoren, die noch gar nicht bezahlt haben. Zum anderen hatte die Mannschaft von Anfang an nicht den Erfolg, den man sich vorgestellt hat. Das Duo Masek / Jurasek schlug nicht ein. Jurasek war von Heimweh geplagt und konnte nicht zu seiner Leistung finden. Maseks Spielart fand sich in der Mannschaft nicht wieder und kein Spieler hat sich seinen Spielzügen anpassen können. Viel Geld das man umsonst investiert hat, und dabei keinen Nutzen ziehen konnte. Zu lange probierte der damalige Trainer die passende Reihenkonstellation. Man hat es bis Mitte November nicht geschafft, Routine und Kontinuität in die Mannschaft zu bringen. Mit keinem Glück und dazu noch Pech im Spiel, hat man sogar deutlich überlegene Spiele letztendlich nicht gewinnen können. Die ersten Spiele waren zudem lustlos und ohne Elan. Zu träge kamen manche Spieler aus der Sommerpause auf das Eis. Der Verlust von Michael Heichele war den Spielern nicht abzuerkennen. So blieb der sportliche Erfolg aus und die wenigen Zuschauer blieben fast ganz weg. Die ersten Anfragen für eine Rückgabe der Dauerkarte begründet mit schlechter Mannschaftsleistung kamen bereits in der ersten Oktoberwoche. Seit Ende Oktober konnte man gerade noch 25 zahlende Zuschauer im Durchschnitt verbuchen. Mit dem hoffnungsvollen Appell vor einigen Monaten von der Vorstandschaft, dass man sich in Königsbrunn mangels Zuschauer, bald keine Bayernliga mehr leisten kann, hat keine Wirkung gezeigt.“

Als sich dann die Spieler nach Alternativen umsahen, war das Ende beim ESVK abzusehen. Und Geld für neue Spieler war nicht da. „Wir werden uns weiter auf den Nachwuchs konzentrieren und die Saison ohne eine erste Mannschaft zu Ende bringen“, so die Vorstandschaft der Königsbrunner Pinguine.