Königsbrunn muss in die Abstiegsrunde

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Bis zur Spielmitte sah es für den ESV Pinguine Königsbrunn während des Gastspiels beim VER Selb danach aus, als ob es möglich wäre wichtige Punkte mitzunehmen. Dann brachen sämtliche Dämme und die Partie endete mit 0:6 (0:0, 0:3, 0:3). Damit ist es nun Gewissheit, dass der ESV in der Abstiegs-Zwischenrunde der Bayernliga antreten wird.

Wie zuvor in Memmingen begannen die Pinguine hochkonzentriert und sorgten mit ihrem sicheren Defensivspiel für Schwierigkeiten bei den Gastgebern. Diese standen ihrerseits nicht minder souverän, so daß Torchancen Seltenheitswert besaßen. Beiden Mannschaften merkte man die Wichtigkeit des Spiels an und auch der Funke in der mit gut 1500 Zuschauern gefüllten Heimstätte der Wölfe wollte nicht überspringen. Zum Ende des ersten Drittels erhöhte Selb zwar den Druck, doch spätestens bei Jan Pospisil waren die Bemühungen des VER beendet.

Das Bild sollte sich im zweiten Drittel aus Sicht der Pinguine dramatisch ändern. Selb kam druckvoll auf die Eisfläche zurück und der ESV konnte sich kaum noch befreien. Pospisil rückte nun immer mehr in den Brennpunkt, konnte die Führung, bei der sich die Pinguine in Unterzahl befanden, aber nicht mehr verhindern. Königsbrunn versuchte in der Folgezeit mit allen Mitteln den Druck der Selber zu kontrollieren, doch immer wieder führte dies zu Strafzeiten. Das aber ausgerechnet eine umstrittene Strafzeit das Spiel endgültig entschied, war sicherlich bitter, ändert aber am Resultat wenig. Die Pinguine befanden sich bereits in Unterzahl, als die Schiedsrichter Max Holzmann ebenfalls vom Eis stellten. Diese Zwei-Mann-Überzahl nutzte Selb eiskalt und traf noch dazu 29 Sekunden später, immer noch in Überzahl, zum dritten Mal.

Der Schlussabschnitt wurde eishockeytechnisch zur Farce, denn während die Selber Fans feierten, wurde nur noch wenig Eishockey geboten. Höhepunkt war eine Keilerei zwischen dem Selber Hermle und Vladislav Gossmann, bei der Hermle Gossmann erst mit dem Stock bearbeitete, Gossmann sich wehrte und Hermle dann auf Gossmann einschlug. Er wurde folgerichtig mit einer Spieldauer zum Duschen geschickt. Kurz darauf erhöhte Selb in Unterzahl auf 4:0, bei vier gegen vier auf 5:0 und wiederum in Überzahl auf 6:0. Dazwischen lagen gegen beide Teams fünf Zehn-Minuten-Strafen.

Tore: 1:0 (30.) Hendrikson, 2:0 (38.) Hermle, 3:0 (38.) Holden, 4:0 (47.) Roedger, 5:0 (54.) Hendrikson, 6:0 (58.) Roedger. Strafen: Selb 8 + 10 Minuten (Hendrikson) + 10 (Schneider) + 10 (Lamich) + 5 + Spieldauer (Hermle), Königsbrunn 24 + 10 (Arnold) + 10 (Erhard) + 10 + Spieldauer (Holzmann).