Knappe Niederlage in Königsbrunn

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Durch eine knappe 5:6 (2:2, 1:2, 2:2)-Hinspiel-Niederlage beim ESV Königsbrunn erhielt sich der EV Lindau die Chance auf Platz drei der bayrischen Landesligameisterschaft. Dabei verbesserten die Islanders im letzten Drittel nach einem 3:6-Rückstand ihre Ausgangsposition für das Rückspiel.

„Mit dem Ergebnis können wir leben“, sagte Trainer Willy Bauer, der allerdings Schnitzer in der Hintermannschaft seines Teams bemängelte, die zu Gegentreffern führten. „Leider haben wir zu viele leichte Gegentore zugelassen.“ Dies begann schon beim ersten Wechsel, als die Islanders noch gar nicht auf dem Eis zu sein schienen. Bereits nach 14 Sekunden nutzte Patrick Weigant die Verwirrung in der Lindauer Hintermannschaft zum 1:0. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass die Luft nach dem Verpassen des direkten Aufstiegs doch raus war und sie mit der Enttäuschung zu kämpfen hatten. So kam wenig Spielfluss zustande, aber immerhin sahen die Zuschauer Tore. So kamen die Islanders nach neun Minuten innerhalb von 69 Sekunden zur erstmaligen Führung. Zunächst profitierte Peter Kraus von der umsichtigen Vorarbeit von Benjamin Hecker und Christof Hehle, dann verwertete Sascha Paul einen Abpraller nach einem Schuss von Matthias Schwarzbart zum 1:2. Allerdings hielt diese Führung nur drei Minuten. Dann fühlte sich niemand für ESV-Verteidiger Roman Mucha zuständig, der unbedrängt zum Ausgleich durchmarschieren konnte. Weiterer negativer Höhepunkt: Ein Revanchefoul von Christof Hehle, der sich zu einem Stockstich hinreißen ließ, was mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe geahndet wurde.

Die Partie blieb auch im zweiten Durchgang zerfahren und bot wenige Höhepunkte. Bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis sahen die Islanders besser aus. In Führung gingen sie in Überzahl: Pavel Mojtek traf mit zwei Mann mehr auf dem Eis zum 2:3 (29.). Statt im folgenden Powerplay nachzulegen, vertändelten die Islanders aber die Scheibe, dies nutzten die Pinguine wenig später in Unterzahl zum Ausgleich. Zu allem Überfluss kassierte der EVL zwölf Sekunden vor Drittelende noch ein Powerplaytor durch Mucha zum 4:3.

Umso ärgerlicher, dass die Islanders auch wieder mit einem Konzentrationsfehler starteten. Patrick Weigant schoss nach nur 45 Sekunden aus unmöglichem Winkel Waldemar Quapp an, der den Puck ins eigene Tor prallen ließ. Königsbrunn, das über weite Strecken ebenso wenig überzeugte, der EVL, stürzte die fahrige Defensive der Gäste dann von einer Verlegenheit in die andere. Allerdings wurde vor dem 6:3 von Alexander Krafzczyk Patrick Prell klar gefoult. Elf Minuten vor dem Ende sprach wenig für eine Aufholjagd der Lindauer. Die kam dann aber doch. „Wir haben eine Trotzreaktion gezeigt und uns gegen das vorzeitige Aus gestemmt“, lobte Willy Bauer, dessen Forderung zu mehr Zug zum Tor dann endlich umgesetzt wurde. Zudem nutzte der EVL seine Powerplay- Chancen. Jiri Kunce traf neun Minuten vor dem Ende im Nachschuss zum 6:4 und läutete die Aufholjagd ein. Selbst in Unterzahl hatten die Gäste Möglichkeiten. Die kurioseste: Ein Befreiungsschlag von Sascha Paul aus dem eigenen Drittel, der die Latte des ESV- Tores traf. Mojtek und Volek vergaben in der 58. Minute noch die große Chance zum fünften Tor, das dann aber doch noch fiel. Erneut war es eine Powerplay Situation die diesmal Benjamin Hecker in der 59. Minute zum 6:5 nutzte. Sogar der Ausgleich war bei einem Mojtek Schuss noch Möglich. So blieb es aber bei der knappen Lindauer Niederlage, die alle Chancen für das Rückspiel offen lässt.