Knackpunkt Chancenverwertung

Knackpunkt ChancenverwertungKnackpunkt Chancenverwertung
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„Knackpunkt war heute sicher unsere schlechte Chancenverwertung. Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn uns im zweiten Drittel der Ausgleich gelungen wäre“, brachte es ESV-Trainer Norbert Zabel dann auch auf den Punkt. Gästecoach Steffen Reiser sprach gar von einem schmeichelhaften Ergebnis für seine Mannschaft, die die Tore jeweils genau zur rechten Zeit geschossen hätte.

Im Startdrittel waren die Unterfranken zunächst das klar bessere Team. Bereits in der Anfangsphase konnte sich Pirates Schlussmann Florian Warkus ein ums andere mal auszeichnen, bevor Beppi Eckmair schließlich für die eigentlich längst fällige Schweinfurter Führung sorgte (8.). Erst gegen Drittelende fanden die Freibeuter besser in die Partie und erspielten sich erste gute Einschussmöglichkeiten.

Im Mittelabschnitt war dann gut zehn Minuten lang so gut wie nichts mehr zu sehen von den bis dahin so stark auftrumpfenden Gästen. Die Heimmannschaft nahm endlich das Heft mehr und mehr in die Hand und die erspielte sich gut ein halbes Dutzend aussichtsreichster Tormöglichkeiten, die aber allesamt Beute des guten Schweinfurter Torhüters Varian Kirst waren. In dieser Phase hätte eigentlich mindestens der Ausgleich fallen müssen, aber die Hartgummischeibe wollte einfach nicht über die Linie. Mitten in diese Buchloer Drangperiode fiel dann fast wie aus heiterem Himmel der zweite Treffer für die Gäste. Pascal Schäfer traf aus kurzer Distanz (33.). Gut zwei Minuten später stellte Michele Amrhein nach einem schön vorgetragenen Konter sogar auf 0:3 (36.). Mit zwei Spielern mehr auf dem Eis schloss Jens Feuerfeil Sekunden vor der zweiten Pausensirene ein gekonntes Zusammenspiel erfolgreich ab und erhöhte auf 0:4 (40.).

Damit war die Partie im Grunde gelaufen. Die Freibeuter versuchten zwar nochmal heranzukommen, aber das erste Bayernligator in der neuen Saison wollte an diesem Abend einfach nicht fallen. Für den Schlusspunkt war der schnelle Schweinfurter Neuzugang Martin Dürr verantwortlich, der sich in Unterzahl die Scheibe schnappte und nach einem Sololauf den Schlusspunkt zum 0:5 setzte (50.). „Man hat deutlich gesehen, dass meine junge Mannschaft das Fehlen von Kapitän Bohdan Kozacka und Stürmer Peter Westerkamp nicht so einfach verkraften kann“, machte ESV-Trainer Norbert Zabel schließlich eine weitere Ursache für den verpatzten Meisterschaftsstart aus.