Klatsche für die Löwen in BayreuthEHC Waldkraiburg

Klatsche für die Löwen in BayreuthKlatsche für die Löwen in Bayreuth
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Neben den Langzeitverletzten musste EHC-Coach Petr Vorisek im Rückspiel gegen Bayreuth- das Hinspiel in Waldkraiburg Anfang Dezember ging bereits mit 2:9 klar an die Wagnerstädter- auf die Verteidiger Maximilian Meinicke und Peter Richter verzichten. Außerdem stand Christian Birk nicht mehr im Kader, der am vergangenen Donnerstag um die Auflösung seines Kontraktes gebeten hatte, weil sich die Fahrten nach Waldkraiburg für den Pfaffenhofener zeitlich nicht mehr bewerkstelligen ließen. Nach einer ausgeglichenen, zehnminütigen Anfangsphase, in der beide Teams gutes, schnelles Eishockey zeigten und die Gäste aus der Industriestadt durchaus zu ihren Chancen kamen, schlossen die Bayreuther einen Konter durch Florian Müller mit dem 1:0 ab (13:17) und eröffneten damit den Torreigen für die Hausherren. Nur zwei Minuten später wurde Patrik Schadt vor dem Löwen-Tor schmerzlich allein gelassen und netzte ein zum 2:0 (15:10). Gemeinsam mit Tabellenführer Sonthofen stellt Bayreuth die beste Offensive der Liga und das musste EHC-Keeper Fabian Birk wenig später wieder einsehen, denn Christopher Kasten (16:29) und Michael Fendt in Überzahl (19:10) erhöhten schnell auf 4:0. Der Anschlusstreffer von Florian Barth (19:41) kurz vor der Pause ließ zwar nochmals Hoffnung aufkommen, doch da wusste noch niemand, wie die Bayreuther Tigers die Löwen in den noch folgenden Spielminuten überrollen würden.

Jedoch noch nicht im zweiten Drittel. Die Waldkraiburger zeigten trotz des fast aussichtslosen Rückstandes gegen ein so starkes Team Moral und kämpften. Sie glaubten noch an sich, kamen in den wenigen Überzahlspielen, welche die manchmal überfordert wirkenden Schiedsrichter ihnen boten, aber nie richtig zum Abschluss oder gefährlich vor das Tor von Bayreuth-Keeper Julian Bädermann. So entschieden die Tigers auch das zweite Drittel für sich, nachdem Kasten mit seinem zweiten Treffer zum 5:1 getroffen hatte (38:34).

Das Schlussdrittel sollte dann eine wahre Demütigung für die Gäste aus der Industriestadt werden. Zunächst verwandelte Dennis Thielsch einen Penalty gegen Birk zum 6:1 (46:00), in der 50.Spielminute erhöhten Fendt (49:18) und Sebastian Mayer dann bereits auf 8:1. Doch damit noch nicht genug, der EHC Waldkraiburg fand keine Mittel mehr gegen die starken Tigers, die in den letzten zehn Minuten zwar in Unterzahl agierten, aber trotzdem weiter munter Tore schießen durften. Erneut war es ein Doppelschlag durch Andi Geigenmüller (52:47) und Fendt (52:56), die den Spielstand zweistellig machten, drei Minuten später stellten Marcel Juhasz (55:06) und Geigenmüller (55:51) auf 12:1. Dem Fass die Krone aufsetzen durfte dann Michal Bartosch, der sich in doppelter Unterzahl (!) als neunter Torschütze der Partie in den Spielbogen eintragen und den Endstand besiegeln durfte. Dieses bittere 1:13 war die mit Abstand höchste Niederlage der Löwen in dieser Spielzeit, die damit schon jetzt ihr Saisonziel als „nicht erreicht“ abhaken können. Bei nur mehr sechs ausstehenden Spielen und neun Punkten Rückstand auf Platz zehn, der zur Teilnahme an der Aufstiegszwischenrunde berechtigt, hilft dem EHC, der in den letzten vier Spielen 33 Gegentore kassierte, wirklich nur noch ein Wunder. 

Tore: 1:0 (14.) Müller (Thielsch, Kasten), 2:0 (16.) Schadt, 3:0 (17.) Kasten (Thielsch, Okonek), 4:0 (20.) Fendt (Potac, Geigenmüller/5-4), 4:1 (20.) Barth (Lederer, Führmann), 5:1 (39.) Kasten (Thielsch, Juhasz/5-4), 6:1 (47.) Thielsch (Penalty), 7:1 (50.) Fendt (Bartosch), 8:1 (50.) S. Mayer (Fendt, Bartosch), 9:1 (53.) Geigenmüller (S. Mayer), 10:1 (53.) Fendt (Geigenmüller), 11:1 (56.) Juhasz (Kasten, Thielsch/5-4), 12:1 (56.) Geigenmüller (Potac, Bartosch), 13:1 (59.) Bartosch (3-5). Strafen: Bayreuth 43, Waldkraiburg 14.