Klare Niederlage gegen HeilbronnStuttgart Rebels

Klare Niederlage gegen HeilbronnKlare Niederlage gegen Heilbronn
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Alles andere als eine Niederlage wäre einer Sensation gleichgekommen, die Höhe überraschte dennoch ein wenig. Dabei sah es im ersten Drittel gar nicht danach aus. Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Die Rebels spielten auf Augenhöhe und der Gegner zeigte sich beeindruckt.

Der Heilbronner Führungstreffer wurde umgehend egalisiert und es liefen flüssige Spielzüge nach vorne. Die Stuttgarter Fans auf den Rängen waren zufrieden, denn mit großem Kampfeswillen konnte man den spielstarken Gästen durchaus Paroli bieten und den Schneid abkaufen. Der Aufwand der Rebels dafür war aber enorm. Bei den Gästen sah vieles leichter und einfacher aus, die Passwege stimmten und mit zwei, drei Stationen durchbrach man das Rebels-Verteidigungsdrittel. Zum Glück hatte man aber in Daniel Blankenburg einen starken Rückhalt im Stuttgarter Kasten, der sein Können vielfach unter Beweis stellen konnte. Es war ein munteres, schnelles Spiel und als die Heilbronner in der 17. Spielminute mit 2:1 in Führung gingen, stellte dies das gerechte Ergebnis dar. Der überragende Kader des Favoriten wurde seiner Rolle vollauf gerecht, aber die große Überraschung war das die Rebels dagegenhalten konnten.

Die nun alles beherrschende Frage in der Drittelpause war: wie lange kann man mit diesem schier übermächtigen Gegner noch mithalten? Kaum gab der gut leitende Schiedsrichter Vater das Spiel wieder frei, zappelte die Scheibe im Stuttgarter Kasten. Der Heilbronner Killer Hackert, der an diesem Abend fünf Tore erzielte, schlug nach 40 Sekunden zu und erhöhte auf 3:1. Wer nun dachte das Spiel sei hiermit am Wendepunkt angekommen, wurde drei Minuten später eines besseren belehrt. Nach einem tollen Pass von Johann Katjuschenko versenkte Michael Kerber die Scheibe zum vielumjubelten 2:3-Anschlußtreffer und wieder hatte man bewiesen, das auch die Eisbären zu knacken sind -allerdings nur mit schnellen Direktanspielen und kompromißlosem Körpereinsatz.

Die Truppe um Gäste-Coach Sellers erhöhte nun das Tempo und nahm das Heft immer mehr in die Hand. Präzise, teilweise in no-look-Manier gespielte Angriffe waren plötzlich immer mehr zu sehen. Die Rebels standen nun unter einem nahezu unerträglichem Dauerfeuer und es dauerte 4 Minuten bis die Eisbären erneut zuschlagen konnten (4:2). Das Spiel kippte nun deutlich, die Rebellen kamen nur noch gelegentlich nach vorne und hatten zwar auch gute Einschußmöglichkeiten, das eindeutig kompaktere und mannschaftlich geschlossenere Team war Heilbronn. Als wiederum Axel Hackert das 5:2 gelang waren die Rebels kurzzeitig aus dem Spiel.

Goalie Blankenburg konnte zwar noch einen Penalty von Hensel parieren, kurze Zeit später lag das Spielgerät aber wieder im Stuttgarter Gehäuse. Zweites Drittel vorbei, Heilbronn führte deutlich mit 2:6 und war im Prinzip hier schon auf der Siegerstraße, denn zu den vielen Stuttgarter Verletzten gesellte sich Mitte zweiten Drittels nun auch noch Ron Horwath mit Bänderriss.

Bereits im zweiten Drittel mussten die Reihen daher nochmal umgestellt werden, was dem Stuttgarter Spiel überhaupt nicht gut tat, denn mit nicht eingespielten Reihen gegen eine Top-Mannschaft zu bestehen ist nahezu unmöglich. Im letzten Drittel war dann nur noch Schadensbegrenzung angesagt. Die Gäste dominierten das Spiel nach Belieben, selbst doppelte Unterzahl überstand man schadlos, wenngleich die Rebels immer noch bemüht waren zurückzuschlagen. Die Defensive der Heilbronner nun sattelfest und auch der Gäste-Goalie Yeingst lies nichts mehr anbrennen. Als erneut Axel Hackert innerhalb von 28 Sekunden zwei Tore gelangen war der Stuttgarter Widerstand gebrochen (2:8). Die Gäste erzielten dann noch drei Tore zum Endstand von 2:11.