Keine Punkte an diesem Wochenende für Lindau

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„Wir werden weiterhin Geduld brauchen, um uns auf das Power-Eishockey, das in der Bayernliga gespielt wird, einzustellen“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher nach der dritten Saison- Niederlage, „Aber wir sind auf einem guten Weg.“

Entscheidend war, dass die Islanders wie schon gegen Buchloe zuwenig aus ihren Chancen machten und gerade im ersten Drittel zu zögerlich gegen den ESC agierten, der ebenfalls nicht optimal in die Saison gestartet war. Schon nach dreieinhalb Minuten hatten die Gäste die Chance in Überzahl zu spielen, blieben aber ebenso ohne Tor, wie anschließend die Eispiraten. Defensiv standen die Lindauer ordentlich, hatten aber Pech, als Pavel Mojtek für eine Allerweltsaktion bestraft wurde und im anschließenden Powerplay die von Dominic Koß abgefälschte Scheibe im Tor des soliden Waldemar Quapp landete (15.).

Vor nur 150 Zuschauern blieb die Partie auch im zweiten Abschnitt eng und umkämpft. Wieder hatten die Lindauer in Überzahl die Chance, zu treffen, kassierten aber mit einem Mann mehr auf dem Eis durch den letztjährigen Zweitliga Profi Mario Jann in der 23. Minute den zweiten Gegentreffer. Die Islanders blieben aber hartnäckig und schlugen zwei Minuten später zurück. Mike Dolezal bediente Pavel Mojtek, der mit einem harten Schuss von der blauen Linie zum 2:1 traf. Zwei Minuten später folgten die Schlüsselszenen des Spiels. Zunächst hatte Mojtek bei einem Pfostenschuss nach einem Unterzahlbreak Pech, danach waren die Lindauer gerade wieder komplett, brachten aber die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone. Das nutzte erneut Jann aus, der einen Abpraller zum 3:1 im Tor unterbrachte (29.). „In solchen Momenten spielen wir nicht einfach genug, da müssen wir uns noch besser wehren“, sagte Trainer Willy Bauer. Noch härter arbeiten, das gilt auch in der Offensive, wo das Durchsetzungsvermögen gefragt ist, dass der EVL im letzten Drittel zeigte. Phasenweise schnürten die Islanders Dorfen im eigenen Drittel ein. Es dauerte aber bis zur 52. Minute, ehe sich der Erfolg einstellte. Milan Liebsch sorgte mit dem Anschlusstreffer noch einmal für Spannung, aber erneut fand der ESC die richtige Antwort. Vier Minuten vor dem Ende sorgte Martin Führmann für die Vorentscheidung. Zwar kämpften die Lindauer weiter verbissen. Aber der erneute Anschluss durch Mike Dolezal in der 58. Minute kam zu spät. „Wir hätten aufgrund es letzten Drittels einen Punkt verdient gehabt“, sagte Bauer. Wenn wir mit der Einstellung weiter machen, wird das aber kommen.“ Letztlich fehlte den Lindauern aber erneut die offensive Durchschlagskraft und im einen oder anderen Zweikampf die Cleverness, die die etablierten Bayernliga-Teams ausmacht.