Kaum noch Chancen auf die Play-offs

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Den dritten Auswärtssieg der Saison konnte der ESV Pinguine Königsbrunn am Sonntagabend mit einem 3:2 (3:0, 0:0, 0:2) beim EC 2000 Ulm/Neu-Ulm feiern. Aufgrund der Siege von Schweinfurt (12:3 gegen Sonthofen), Waldkraiburg (5:4 in Fürstenfeldbruck) und Höchstadt (4:1 gegen Peißenberg) sank die Chance auf einen Play-off-Platz aber auf einen Promillewert, denn die Pinguine müssten ihre vier ausstehenden Spiele alle gewinnen, während mindestens eines der zuvor genannten Teams alles verlieren müsste.

Das Spiel selbst begann wie erwartet. Die Pinguine spielten wie befreit auf und zeigten ganz schwachen Ulmern die Grenzen auf. Als Andreas Klundt alleine auf das Gehäuse des ECU zulief und nur per Foul gestoppt werden konnte, entschieden die guten Schiedsrichter auf Penalty. Klundt nahm sich der Sache wie wenige Spiele zuvor wieder an, doch diesmal fand er im Ulmer Goalie Marc Pethke seinen Meister. Der ESV, dem die Grippeerkrankten Stefan Härtl und Andreas Schwimmbeck fehlten, präsentierte sich weiter blendend aufgelegt. Es dauerte allerdings bis zur ersten Überzahlsituation ehe im Pinguinlager gejubelt werden durfte. Kapitän Michael Heichele nahm sich der Sache persönlich an und hämmerte die Hartgummischeibe in die Ulmer Maschen. Ulm spielte die folgenden Minuten auf dem Level eines Abstiegskandidaten, während die Pinguine ungehindert agieren konnten. Bis Drittelende bauten die Königsbrunner durch Tore von Andreas Gerstberger und Davide Conti die Führung hochverdient auf 3:0 aus.

Viele der Pinguinfans hofften nun auf ein Schützenfest, doch mit Beginn des zweiten Abschnitts wurde das Spiel der Pinguine schwächer. Die Ulmer fanden von Minute zu Minute besser in die Partie, boten aber eine eklatante Abschlussschwäche. Es war schlicht unverständlich warum der ESV nicht weiter aufspielte und sich dem Niveau der Gastgeber anpasste. Highlight des zweiten Drittels war einzig ein knallharter Check von Max Holzmann, der den Ulmer Valenti in bester NHL Manier von den Beinen holte. Allerdings wurde er mit 2+10 Strafminuten bestraft, so dass Holzmann im kommenden Spiel gesperrt ist.

Das letzte Drittel knüpfte nahtlos am Vorigen an. Während Ulm noch einmal Lunte roch, bettelten die Pinguine förmlich um Gegentore. Dies sollte auch fallen, denn in der 46. Minute nutzte Ulm eine doppelte Überzahlsituation der Pinguine und verkürzte verdientermaßen auf 1:3. Ulms Torhüter wurde arbeitslos, während Heringer ein ums andere Mal eingedeckt wurde. So konnte Ulm sieben Minuten vor Ende den Anschlusstreffer erzielen. Das Spiel wurde zur Zitterpartie, erst recht, als die Pinguine kurz vor Ende noch einmal in Unterzahl mussten und Ulm den Torhüter vom Feld beorderte.

Tore: 0:1 (11.) Heichele, 0:2 (14.) Gerstberger, 0:3 (19.) Conti, 1:3 (46.) Jorde, 2:3 (53.) Jorde. Strafen: Ulm 14, Königsbrunn 16 + 10 (Holzmann).