Kantersieg gegen Bad Aibling – nun geht’s zum Aufstiegsduell

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Mit einem Kantersieg hat sich der EV Lindau für das „Aufstiegsendspiel“ in Regensburg warm geschossen. Gleich mit 17:1 (3:0, 6:0, 8:1) demontierten die Islanders den EHC Bad Aibling und feierten vor 400 Zuschauern ihren höchsten Saisonsieg.

„So langsam wird es unheimlich, vor allem wenn man bedenkt, dass wir im letzten Drittel nicht mehr Vollgas gegeben und Leistungsträger geschont haben“, sagt der zweite Vorsitzende Peter Riedmüller. Aber die pure Spielfreude des EVL genügte um am Ende demoralisierte Aibdogs wie geprügelte Hunde vom Eis schleichen zu lassen. Im ersten Drittel sah es danach aber nicht aus. Die Islanders begannen ungestüm und überhastet. Zwar erzielte Timo Krohnfoth schon nach 83 Sekunden das 1:0, danach taten sich die Lindauer aber mit dem Tore schießen schwer. „Wir waren zu ungeduldig und wollten das Spiel gleich im ersten Drittel entscheiden“, sagte Trainer Willy Bauer. „Erst als wir strukturierter aufgetreten sind, sind die Tore gefallen.“ Der Doppelschlag von David Volek und Dominic Mahren in der 18. und 19. Minute sorgte dann aber doch für Klarheit.

Die Islanders zeigten anschließend eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne Schwachpunkt. Der erneut starke Markus Schweinberger (wurde zum Spieler des Tages gewählt) belohnte sich in der 24. Minute mit dem 4:0, dem ein Scheibenschießen folgte. Aiblings Torhüter Christian Till hielt zwar was zu halten war, dazu retteten für ihn und seinen Kollegen Andreas Ringer (kam nach 30 Minuten) noch siebenmal (!), Pfosten oder Latte. Krohnfoth (27.), Bäckström (29.), Volek (34.), Zappe (38.) und Paul (40.) schraubten dennoch das Resultat bis zur zweiten Pause auf 9:0. Während die Aibdogs weiter mit ihrem Mini-Kader (zwei Torhüter und zehn Feldspieler) auskommen mussten und im EVL- Spielrausch untergingen, schonte Willy Bauer im Schlussabschnitt einige Leistungsträger. Jiri Kunce, Kristoffer Bäckström, David Volek und Dominic Mahren durften früher Feierabend machen, wie später auch Waldemar Quapp, der nach dem Aiblinger Ehrentor zum zwischenzeitlichen 12:1 (49.) Junioren- Keeper Martin Gutmann Platz machte. An den Kräfteverhältnissen änderte sich nichts, im Gegenteil. Kaum im Spiel schraubte Raphael Eckert das Resultat in zweistellige Höhen (42.). Auch Michael Hotz fügte sich nahtlos ein und war in den letzten 20 Minuten sogar dreimal erfolgreich. Andi Hops mit seinem ersten Saisontor, Tobias Zappe, Sascha Paul und Martin Krügers rundeten den Rekordsieg des EVL ab und sorgten für den sensationellen Endstand von 17:1 und viel Selbstvertrauen im Lager der Islanders.

Wenn der EV Lindau morgen in den Bus nach Regensburg einsteigt – und von rund 150 Lindauer Fans begleitet wird – dann geht es beim EVR im direkten Duell um den Aufstieg in die Bayernliga. Den Mut dazu nehmen die Lindauer aus der aktuellen eigenen Stärke und aus dem Hinspiel. „Wir waren auf Augenhöhe und haben unglücklich 1:2 verloren. Gleichzeitig hat der EV Regensburg seine individuelle Klasse gezeigt. Alle dürfen sich auf dieses Spiel freuen“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher.


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