Josh Gillam gelingt Sieg mit Wanderers Germering zum Einstand

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Unbändige Freude brach aus dem ansonsten eher besonnenen Wanderers-Vorstand Uwe Haulitschek beim vorentscheidenden Treffer seiner Mannen zum 5:3 heraus. Da war die Anspannung förmlich spürbar, die dieses Duell mit sich brachte. Zudem war seine Erleichterung groß, als Neuzugang Josh Gillam wenig später mit seinem zweiten Treffer und insgesamt dritten Scorerpunkt die endgültige Entscheidung herbeiführte.

Damit wurde auch in Zahlen sichtbar, welche Verstärkung der 23-jährige Kanadier für die Wanderers sein kann. Gerade noch rechtzeitig gelang es, die Spielberechtigung für den Neuzugang vom finanziell gebeutelten West-Regionalligisten Aachener EV für die Wochenend-Duelle gegen die „Icehogs“ zu erhalten. Daß der Rechtsaußen neben seinen Scorerqualitäten über ein gutes Auge und die Fähigkeit zum öffnenden Paß verfügt, hatte er zuvor schon mehrfach nachgewiesen. So setzte er sich schließlich auch gegen all seine Try-out-Wettbewerber der letzten drei Wochen durch, die in Münchens Nachbarstadt für die letzte Kontingentstelle der Liga vorspielten.

Der Bedeutung des Spiels angemessen, legten die Germeringer, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, los, wie die Feuerwehr: Schon nach 31 Sekunden markierte der erst 18-jährige Benedikt May als Sturmführer von Reihe eins das 1:0. Wenig später debütierte dann Gillam als Torschütze zum 2:0.

Nichts war den Gastgebern in dieser Phase vom Fehlen ihres langzeitverletzten Kapitäns Leonhard Gambs und den ebenso noch bis Januar ausfallenden Stefan Sohr und Daniel Sontowski anzumerken. Zudem mußten Levin Schumacher und Josef Schreiber sich noch am Spieltag krank abmelden. So schob zumeist Germerings Top-Scorer Christian Meier Doppelschichten, um mit Sebastian Stürzer und Oliver Wälde eine dritte Sturmreihe aufbieten zu können. Vielleicht war diese Belastung ausschlaggebend, daß Meier sich diesmal am Ende ohne jeglichen Punkt vom Eis begeben mußte.

Zahlenmäßig mit drei kompletten Blöcken reiste das Team von der Ilm ins Germeringer Polarium. Dennoch wußte die hochkarätig besetzte Mannschaft, vor der Saison als sicherer Play-off-Kandidat gehandelt, in keiner Phase des Spiels zu überzeugen.  Zwar konnte sich ihr Top-Scorer Dennis Martindale zwei weitere Punkte auf seinem persönlichen Konto gutschreiben lassen, doch der langjährige Fixpunkt der „Icehogs“, David Vokaty, fiel nur dadurch auf, daß das Trikot mit seinem Namen weitgehend unfallfrei über das Eis geführt wurde. Daß er kaum selbst darin gesteckt haben dürfte, offenbarte sich in der 45. Minute, als der Mann mit seinem Trikot völlig frei im Slot für den nochmaligen Ausgleich hätte sorgen können.

Andererseits mußte sich Pfaffenhofen zu diesem Zeitpunkt bei Wanderer Daniel Rossi bedanken, der selbst beste Chancen nicht zum Torerfolg zu nutzen vermochte: In der 29. Minute lief er allein auf Torhüter Bastian Niedermeier zu und scheiterte an diesem. Zehn Minuten später brachte er am langen Pfosten den vor ihm liegenden Puck nicht im Gäste-Gehäuse unter.

So blieben am Ende drei Punkte völlig verdient bei den Wanderers, die nun bis auf zwei Zähler an Platz 8 heranschnuppern dürfen. Bereits am Sonntag kommt es zum Rückspiel der Kontrahenten. Siegt Germering dann erneut, könnten sie auch die vor ihnen liegenden Dorfener und die Buchloer Nachbarn überholen, die mit Sonthofen und Memmingen schwere Aufgaben vor der Brust haben. In jedem Fall bleibt der Mehrkampf um die Play-off-Plätze spannend.

Tore: 1:0 (1.) May (Lindner), 2:0 (4.) Gillam (Ross, May), 2:1 (11.) Chr. Birk (Martindale) 5-4, 2:2 (28.) Martindale (Riemel, Chr. Birk), 3:2 (30.) Lindner (Gillam, Jäger) 5-4, 3:3 (35.) Dylla (Berger, Chr. Birk) 4-4, 4:3 (40.) Wälde (Weber, Jäger), 5:3 (51.) Lindner (Rossi), 6:3 (54.) Gillam (Oehme) 4-4

Strafen: Germering 12, Pfaffenhofen 14

SR: A. Kretschmer, LR: Lohmann, Wimberger

Zuschauer: 129

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