Islanders überzeugen auf ganzer Linie

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Der EV Lindau ist weiter auf dem Weg zu alter Stärke. Beim EV Fürstenfeldbruck siegten die Islanders deutlich mit 9:0 (2:0, 2:0, 5:0), blieben erneut ohne Gegentor und zeigten ihre beste Saisonleistung. Mit diesem Sieg sind die Lindauer bereits vorzeitig für die Aufstiegsrunde zur Bayernliga qualifiziert, haben als zweiter im Westen aber weiterhin drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Königsbrunn (11:1 in Kempten).

Vom 1. Vorsitzenden Marc Hindelang gab es „ein großes Kompliment an die Jungs. Bei dem Wetter 60 Minuten konzentriert zu arbeiten und nichts schleifen lassen, spricht für Qualität und eine Top- Einstellung. Das hat Spaß gemacht.“ Bei leichtem Nieselregen, der im letzten Drittel in Schneefall überging waren die Lindauer im Fürstenfeldbrucker Freiluftstadion von Anfang an die bessere Mannschaft. Wie die Gastgeber mussten auch die Islanders, die ohne Dominic Mahren, Martin Krügers und Matthias Schwarzbart antreten mussten, wichtige Spieler ersetzen. Dies gelang ihnen besser, als den Gastgebern, die wie schon in Lindau ihr Heil in der Defensive und Kontern suchten. Der EVL hatte darauf das passende Mittel parat. Pavel Mojtek brachte die Gäste nach zehn Minuten mit einem Schuss aus der Drehung in den Winkel in Führung. Wie dem 0:2 war auch diesem Tor ein gutes Forechecking des EVL voraus gegangen. Beim zweiten Tor eroberte sich Tobi Fuchs, der diesmal neben Peter Kraus und Christof Hehle im Sturm agierte, die Scheibe passte zu Peter Kraus, der direkt einschoss (16.). Nach dem ersten Durchgang stand ein Schussverhältnis von 23:5 zugunsten der Gäste zu Buche, die einmal bei einem Pfostenschuss des EVF aber auch Glück hatten.

Das brauchten sie allerdings nicht, denn auch im zweiten Abschnitt dominierten sie. Obwohl das Eis nach zehn Minuten jedes Drittels stumpf wurde, dementsprechend Kraft kostete und die Bedingungen unfreundlich blieben, spielten die Islanders weiter mit hohem Tempo. In der 27. Minute spielte Timo Krohnfoth Pavel Mojtek mit großer Übersicht frei, der zum 0:3 erneut in den Winkel schoss. Vier Minuten später passte Hehle quer auf Kraus und auch diesmal traf der Lindauer Kapitän per Direktschuss zum 0:4. nachdem es nach 32 Minuten (!) die erste Strafe gegen den EVL gab, kamen die Gastgeber etwas besser auf. Aber auch mit zwei Mann weniger verteidigten die Islanders konsequent und erfolgreich.

„Wir haben taktisch diszipliniert gespielt und waren in der Defensive immer aufmerksam“, lobte Willy Bauer sein Team, das auch körperlich mit einigen krachenden, aber stets fairen Checks den Gastgebern den Schneid abkaufte. Auf dieser Basis konnte dann die erste EVL- Sturmreihe im letzten Drittel glänzen. Zunächst beendete David Volek in der 46. Minute seine Torflaute, was in der Mannschaft viel bejubelt wurde. „Das hat ihm und uns gut getan. David ist dafür belohnt worden, dass er sich nicht hat hängen lassen und gut gearbeitet hat“, sagte Bauer. Das gab den Gästen einen weiteren Schub. Innerhalb von zwei Minuten legten sie zweimal nach: Jiri Kunce erhöhte in Überzahl mit einem flachen Handgelenkschuss zum 0:6, ehe David Volek nach einer Traumkombination über Timo Krohnfoth und Pavel Mojtek gleich noch einmal traf. Das Trio zeigte seine Qualität fünf Minuten vor dem Ende seine Qualität auch in doppelter Überzahl, und spielte den Torschützen zum 0:8, Jiri Kunce frei. Die Gäste vernachlässigten auch weiterhin die Defensive nicht, das kam auch Junioren- Torwart Martin Gutmann zugute, der in den letzten Minuten zum Einsatz kam und wie Waldemar Quapp ohne Gegentor blieb. Den Schlusspunkt setzen die Islanders dann erneut im Powerplay. David Volek erzielte dabei auf Vorlage von Krohnfoth und Mojtek sein drittes Tor, sehr zur Freude von Mitspielern und der mitgereisten Lindauer Fans, denen das Wetter angesichts dieses Ergebnisses egal war.