Islanders starten gegen Königsbrunn in die Bayernliga-SaisonEV Lindau

Islanders starten gegen Königsbrunn in die Bayernliga-SaisonIslanders starten gegen Königsbrunn in die Bayernliga-Saison
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Dabei wollen die Islanders den Schwung aus dem letzten Test gegen Kempten mitnehmen. Beim 12:2 konnten die Lindauer reichlich Selbstvertrauen sammeln und sprühten vor Spiellaune. Gleichzeitig gilt es, das Ergebnis realistisch einzuschätzen – der Landesligist war – gemessen an Bayernliga- Verhältnissen kein Maßstab.

„Ab heute müssen wir uns ohnehin Spiel für Spiel beweisen“, sagt Trainer Pavel Mojtek deshalb, der gleich zum Auftakt auf Mark Stibitz und Daniel Pfeiffer verzichten muss, die noch Sperren abzusitzen haben. Da ist sofort Improvisationsgabe gefragt und natürlich, Realismus: „Es gibt nur eine Erwartung, die wir an die Mannschaft haben“, sagt Vorsitzender Marc Hindelang, „dass sie 60 Minuten lang alles gibt. Überzogene Ergebnis- Erwartungen sind fehl am Platze.“ Zumal im ersten Saisonspiel keiner so wirklich wisse, wo er stehe.

Das gilt sicher auch für Gegner Königsbrunn, der in der Vorbereitung wechselhafte Ergebnisse hatte. Allerdings haben die Pinguine in der vergangenen Saison bewiesen, wie wohl sie sich in einer vermeintlichen Außenseiterposition fühlen. Vor allem wegen ihrer Heimstärke (13 Siege in 15 Spielen) gehörten sie im Vorjahr zu den Überraschungen der Liga, marschierten in die Top Acht und schafften den souveränen Klassenerhalt. Wie die Islanders, so haben auch die Augsburger Vorstädter einen Umbruch eingeleitet und ihr Team mit Talenten aus der Augsburger Junioren Bundesliga- Mannschaft und sogar dem DNL-Team des EV Landshut verjüngt. Die Frage wird sein, wie schnell diese Youngster den Sprung in die Bayernliga schaffen. Dabei müssen ihnen natürlich die erfahrenen Cracks wie etwa der neue Kontingentspieler Zdenek Jurasek (36) helfen. Auf dieser Position hat sich der ESV gegenüber dem Vorjahr wohl sogar noch verstärkt. Auch im Tor hat Königsbrunn mit Nationaltorhüterin Jennifer Harß große Qualität dazubekommen. Die 25jährige kehrt aus den USA nach Deutschland zurück.

Dennoch sind auch Leistungsträger der letzten Jahre gegangen. Allen voran Kapitän Benjamin Arnold, der jetzt für die Islanders aufläuft und den der sportliche Leiter Bernd Wucher „menschlich und sportlich als absoluten Gewinn“ bezeichnet. Er wird heute sicher auf seinen Einsatz brennen. Apropos Kapitän: Hier hat sich beim EVL Neues getan. Als Nachfolger von Mike Dolezal wählte die Mannschaft Rückkehrer Martin Masak zum neuen Spielführer. „Es ist ein logischer Schritt, da Martin ja letztes Jahr auch schon als Trainer an der Bande stand“, sagt Bernd Wucher. „Mike Dolzeal bleibt als Stellvertreter aber ein unverzichtbarer Führungsspieler. Wir sind alle froh, dass uns solche absoluten Leader zur Verfügung stehen.“ Zweiter Stellvertreter ist mit Matthias Schwarzbart ein Lindauer Urgestein. Starke Leitwölfe, die das EVL- Team braucht, damit ein guter Saisonstart gelingt.