Islanders siegen in Germering – Neuzugang beim RückspielEV Lindau

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Ausschlaggebend war dabei die Chancenverwertung der Islanders im ersten Durchgang. Während die Gäste nur schleppend ins Spiel kamen und durch zu viele Strafen viermal in Unterzahl spielen mussten, scheiterten die dezimiert angetretenen Wanderers bei ihren Möglichkeiten zumeist am starken Varian Kirst, der nach Verletzung sein Comeback im EVL- Tor gab. Auf der anderen Seite zeigten die Islanders den lange vermissten Zug zum Tor und sorgten vor dem Kasten von Christoph Schedlbauer für einigen Betrieb. So fiel dann auch das 0:1 in der 4. Minute: Markus Schweinbergers Handgelenkschuss von der blauen Linie war verdeckt und brachte Lindau in Führung. Acht Minuten später nutzten die Islanders gleich ihr erstes Überzahlspiel zum zweiten Tor. Diesmal war es Timo Krohnfoth der bei einem Abpraller energisch nachsetzte und traf. „Wir haben im ersten Drittel nicht gut gespielt, da hat uns Varian Kirst viel Sicherheit gegeben. Wir sind aber für unseren Willen, Tore zu machen, belohnt worden“, sagte Trainer Pavel Mojtek, der noch ein drittes Mal jubeln durfte. Nach toller Vorarbeit von Nikolas Oppenberger war es Zdenek Cech, der energisch nachsetzte und zum 0:3 traf (18.).

Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken konnten die Lindauer, bei denen Mike Dolezal fehlte, im zweiten Drittel die zerfahrene und von vielen Strafen geprägte Partie kontrollieren. Lubos Sekula erhöhte mit einem Weitschuss auf 0:4 (24.). Danach war ein höheres Ergebnis möglich, was die Islanders zu erzielen versäumten. Im Gegenteil: Den Wanderers gelang in Überzahl durch Leonhard Gambs das 1:4 (38.).

Zu einer Wende kam es im Schlussabschnitt allerdings nicht mehr, obwohl Germering es mit allen erlaubten – leider vor allem aber unerlaubten Mitteln versuchte. Dabei tat sich Wanderers Verteidiger Matthias Dosch mit einigen Attacken besonders hervor, was Pavel Mojtek erzürnte. Einmal hat er absichtlich versucht, einen unserer Spieler mit einem Kniecheck zu verletzten. Das war unterste Schublade.“ Leider habe der Schiedsrichter dies nicht sehen können, weil die Szene verdeckt war. „Aus unserer Sicht war es eine klare Matchstrafe. Aber zum Glück hat sich keiner unserer Spieler für das Rückspiel Sonntag verletzt. Wenn das das Ziel der Attacken war, wurde es verfehlt.“

Die Islanders bestraften die Gangart der Wanderers auf ihre Art – mit weiteren Toren. Das Schönste erzielte Timo Krohnfoth in der 48. Minute als er von hinter dem Tor kommend sich gegen die eigene Laufrichtung drehte und zum 1:5 einschoss. Fünf Minuten später gab es sogar ein Debüt: Mit einem Handgelenkschuss traf Stefan Wissenbach zum überhaupt ersten Mal für die Islanders und machte das halbe Dutzend voll. Auch damit hatten die Lindauer noch nicht genug. Sascha Paul und Matthias Schwarzbart schraubten das Ergebnis in der 54. und 59. Minute in noch deutlichere Höhen. Zudem gab dieser Spielverlauf Mojtek noch die Chance zu experimentieren, wobei er Mark Stibitz nach dessen Aufbauzeit in der 1b wieder einsetzte, ebenso wie auch Nachwuchsspieler Marian Eisenbarth Eiszeiten bekam. Einen Anteil an diesem ersten Auswärtssieg hatten also alle mitgereisten Lindauer Spieler.

Am Sonntag ist zum ersten Mal André Martini für die Lindauer spielberechtigt. Der 20-Jährige kommt von den Bundesliga-Junioren des EV Ravensburg und sucht langfristig eine Perspektive beim EV Lindau.