Islanders reisen mit großen Sorgen nach Schweinfurt

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Neben verletzten und angeschlagenen Spielern stehen auch aus beruflichen Gründen einige Fragezeichen hinter Spielern des EVL. „Im schlimmsten Fall würde wohl auch ein Kleinbus reichen“, hat Trainer Willy Bauer den Humor aber nicht verloren.

Schlimmster Fall heißt: Neun Spieler fallen aus. „Ich bleibe da aber positiv. So schlimm sollte es dann doch nicht kommen. Und wenn, werden wir uns trotzdem teuer verkaufen.“ Sicher sind die Ausfälle von Jim Nagle (Sperre), Tobias Fuchs (Verletzung), Eric Lofner, Martin Krügers und Torhüter Waldemar Quapp (berufliche Gründe). Vier weitere Spieler sind angeschlagen beziehungsweise aus beruflichen Gründen fraglich. Schließlich gibt nicht jeder Arbeitgeber freudestrahlend früher frei, weil ein Mitarbeiter beim Eishockey gebraucht wird. „Damit muss man im Amateursport leben. Deshalb haben wir ja auch eine 1b- Mannschaft im Spielbetrieb, aus der wir ein paar junge Spieler einbauen wollen“, sagt Bauer. Vier Mann will der Trainer aus dem Bezirksligateam einbauen, allerdings sind auch hier zwei fraglich – die Arbeit.

Nicht nur deshalb steht der EVL vor einer schwer lösbaren Aufgabe. Der ERV Schweinfurt zählt zu den Topteams der Liga und wird sein Heimspiel hoch motiviert angehen. Am letzten Wochenende verloren die Mighty Dogs beide Spiele und rutschten dabei auf Platz Sechs ab. Dabei spielten sie in beiden Partien gegen Sonthofen und Pfaffenhofen (Heimspielgegner des EVL am Sonntag) überlegen, verwerteten aber ihre Chancen nicht. Dabei haben die Unterfranken ein großes Offensivpotential und zwei sehr torgefährliche Reihen. Topscorer Martin Juhasz (14 Punkte, 5 Tore) ist seit Jahren einer der auffälligsten Spieler der Liga, Mikhail Nemirovsky spielte letzte Saison noch Oberliga in Dortmund, Der Kanadier Dennis Martindale ging für Bayreuth erfolgreich auf Torejagd und Top- Verteidiger Josef Eckmaier verfügt über DEL- Erfahrung. Dies gilt auch für den Torhüter: Der Deutsch- Kanadier Varian Kirst (ehemals Eisbären Berlin und Augsburg) wurde gerade erst als Spieler des Monats in der Bayernliga ausgezeichnet. Er kassierte mit 28 Gegentreffern die wenigsten der Liga, blieb zweimal sogar gänzlich ohne Gegentor. Ein Umstand von dem die Lindauer bisher nur träumen durften. Gerade in den letzten beiden Spielen wurde die Defensive der Islanders arg gerupft.

„Abwehrarbeit beginnt bei den Stürmern. Sie müssen die Verteidiger besser unterstützen. Gerade jetzt, wo wir hier auch noch Verletzungssorgen haben“, fordert Sportchef Wucher. „Es ist ganz klar, dass man als Aufsteiger keine 30 Topspiele abliefern kann. Aber wir dürfen auch nicht naiv auftreten, sondern müssen die Kleinigkeiten richtig machen.“ Zu erwarten ist, dass die Lindauer in Schweinfurt insgesamt defensiver auftreten, als zuletzt – auch um den Torhüter zu unterstützen. Der wird diesmal Michael Gundlach heißen. Der Neuzugang stand zuletzt etwas im Schatten von Waldemar Quapp. „Er hat aber gut trainiert und hätte seine Chance ohnehin bekommen. Michael kann ohne Druck aufspielen“, sagt Bauer. Letzteres gilt ohnehin für die gesamte Mannschaft in beiden Spielen des Wochenendes. Schweinfurt und Pfaffenhofen sind Bayernliga-Spitzenteams, die der Aufsteiger wie immer ein wenig zu ärgern versucht – egal mit wie vielen Spielern.


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