Islanders müssen nach Peißenberg

Islanders müssen nach PeißenbergIslanders müssen nach Peißenberg
Lesedauer: ca. 1 Minute

Für die Islanders wird es nicht leichter, erstmals zu punkten. Gerade zuhause haben die „Eishackler“ aus Peißenberg ihre Gegner bisher überrollt. So schlug der TSV Höchstadt nach einem 0:4 Rückstand mit 5:4 und fegte danach Pfaffenhofen mit 9:4 vom Eis.

„Wir sind krasser Außenseiter und haben dort nur eine Chance, wenn wir 60 Minuten diszipliniert spielen“, sagt EVL- Trainer Willy Bauer. Bisher kassierten die Islanders jeweils mehr Strafminuten als die Gegner – was aufgrund der Umstellung auf das höhere Niveau der Spielklasse keine Überraschung ist. „Aber wir müssen immer in Bewegung sein und kompakter spielen.“ Am Fleiß und der Einstellung fehlte es den Lindauern bislang nicht. Eher das Quäntchen Glück und die Cleverness bei der Verwertung der Chancen waren zu bemängeln.

Das wiederum fehlt dem Gegner ganz und gar nicht. Überragend spielen in dieser noch jungen Saison Kontingentspieler Marek Pospischil (12 Scorerpunkte in vier Spielen) und Kapitän Florian Barth (vier Tore). Dazu haben die Oberbayern sich mit Nicolaj Varianov vom ERC Sonthofen weiter verstärkt, der bei seinem ersten Einsatz ebenfalls traf. Die Basis des Peißenberger Erfolges liegt aber in der sehr guten Nachwuchsarbeit des Vereins, die immer wieder gute Spieler für die erste Mannschaft hervorbringt. Schüler und Junioren spielen in der Bayernliga, die Jugend- Mannschaft sogar in der Bundesliga. „Sie haben viele Spieler, die schon früh auf hohem Niveau gefördert werden und sind in dieser Hinsicht da wo wir noch hinwollen“, sagt Peter Riedmüller, der zweite Vorsitzende des EVL.

Immerhin spielen die Islanders nicht gegen einen komplett unbekannten Gegner. In der Vorbereitung trafen beide Teams bereits aufeinander, wenn auch beidseitig ersatzgeschwächt. Peißenberg gewann dabei mit 5:4. Mit einem ähnlich knappen Verlauf wäre man im Lindauer Lager diesmal durchaus zufrieden.