Islanders lösen Hausaufgaben vor dem „Endspiel“

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der EV Lindau hat auch sein letztes Heimspiel der Aufstiegsrunde gewonnen und damit seine Chancen auf den Aufstieg in die Bayernliga gewahrt. Gegen den ESC Holzkirchen ließen die Islanders nichts anbrennen und siegten souverän mit 7:3 (3:0, 3:1, 1:2).

Auch ohne Timo Krohnfoth, Tobi Fuchs, Martin Krügers und Matthias Schwarzbart begann der EVL vor 560 Zuschauern gleich druckvoll. Patrick Prell hatte die erste große Chance für die Gastgeber, aber ESC Keeper Feicht parierte stark. Nur wenig später nutzte David Volek, der nach seiner Sperre ebenso ins Team zurück kehrte wie Philipp Hocker, das erste EVL- Powerplay zur Führung. Die Dominanz der Islanders in den ersten zehn Minuten war erdrückend. Christof Hehle und erneut Volek hatten weitere Möglichkeiten, zu erhöhen. Dies gelang dann Michael Hotz in der achten Minute, der eine Vorlage von Prell verwertete. In diesem Stil ging es weiter. Die Hausherren waren entschlossen, die Partie schnell zu entscheiden, der ersatzgeschwächte ESC Probleme, das Tempo mitzugehen. Daraus resultierten Strafen gegen Holzkirchen. Eine davon nutzte der EVL kurz vor der Pause. Peter Kraus sorgte für das 3:0 nach dem ersten Drittel.

„Es war wichtig, von Anfang an nichts anbrennen zu lassen und diese Hausaufgabe zu erledigen“, sagte Trainer Willy Bauer. Im Mittelabschnitt spielten die Lindauer allerdings nicht mehr so konsequent wie zum Auftakt. Die fair auftretenden Gäste bekamen ihre Chancen und Quapp im Tor der Islanders mehr zu tun. Auf der Gegenseite verhinderte der Pfosten das vierte Lindauer Tor. Das sollte dann aber doch kommen. Dominic Mahren erzielte es auf Zuspiel von Paul in der 26. Minute. Nur vier Minuten später ließ Benjamin Hecker das 5:0 folgen. Die Zuschauer bekamen ein munteres Spiel zu sehen, in dem dann auch die Gäste auf der Anzeigetafel auftauchten. Bei doppelter Überzahl staubte Tobias Sterba zum 5:1 ab (33.). Kaum wieder komplett waren aber wieder die Gastgeber mit dem Tore schießen dran. Christof Hehle machte nach einer schönen, von Mahren ausgehenden Kombination das halbe Dutzend voll.

Im Schlussabschnitt ging es den Islanders nur noch darum, Kräfte zu sparen und ohne Verletzung oder Sperre die Partie zu ende zu bringen. „Das kann man den Spielern nicht verdenken. Der Sonntag war schon im Hinterkopf“, sagte Bauer. Ein wenig machten sich die Islanders das Leben dann selbst schwer. Der ESC gab nicht auf und traf schon 42 Sekunden nach Wiederbeginn durch Daniel Mötsch zum 6:2, dem nur vier Minuten später David Faltlhauser in Unterzahl das 6:3 folgen ließ. Plötzlich keimte wieder so etwas wie Spannung auf. Vor allem, da die Lindauer anschließend eine brenzlige Unterzahlsituation überstehen mussten. Quapp hielt sein Tor allerdings sauber und nach dem letzten Wechsel sorgte der Kapitän für die Entscheidung. Das 7:3 von Peter Kraus sorgte sieben Minute vor dem Ende endgültig für klare Verhältnisse.

Ihr Ziel bereits erreicht haben die Wanderers Germering. Sie kamen nach 2:4 Rückstand gegen Nürnberg in der Gruppe A noch zu einem 4:4 Unentschieden und kehren nach nur einem Jahr Landesliga wieder in die Bayernliga zurück. Westmeister Königsbrunn belegt Platz zwei der Gruppe.

Tag der Entscheidung für den EV Lindau: Am Sonntag um 18:30 Uhr müssen die Islanders zum letzten Aufstiegsrundenspiel beim 1. EV Weiden antreten. Rund 150 Lindauer Schlachtenbummler wollen den EVL dabei unterstützen, die „Mission Bayernliga“ zu vollenden. Die rechnerische Ausgangslage. Gewinnt Weiden mit mindestens zwei Toren Unterscheid, steigen die Blue Devils auf. Jedes aus Lindauer Sicht bessere Ergebnis reicht dem EVL zum Aufstieg.

Nachdem die Islanders die Pflichtaufgabe gegen Holzkirchen am Freitag mit 7:3 souverän lösten und auch der EV Weiden gegen Geretsried gewann (6:3), gehen die Lindauer mit einem Vorsprung von zwei Punkten und zwei Toren Vorsprung im direkten Vergleich auf den Nordmeister ins Rennen. „Wir haben immer erwartet, dass die Entscheidung erst im letzten Spiel fällt. Darauf haben wir hingearbeitet. Wir haben uns dieses Endspiel verdient“, sagt EVL-Trainer Willy Bauer. Die Zuversicht sei groß innerhalb der Mannschaft. „Meine Spieler halten zusammen wie Pech und Schwefel. Keiner braucht Angst davor haben, einen Fehler zu begehen, weil er sicher sein, kann, dass der Mitspieler ihn ausbessert.“ So habe man sich in der kompletten Saison einige Male aus ausweglosen Situationen befreit und Wege gefunden Spiele zu gewinnen. So wie letzte Woche, als die Lindauer den Favoriten nach einem 2:4-Rückstand noch mit 7:5 schlugen.


💥 Alle Highlights der Eishockey WM kostenlos auf SPORTDEUTSCHLAND.TV   🥅