Islanders lösen Aufgabe in Holzkirchen

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Zwei weitere Punkte auf der Habenseite, aber auch zwei Spieler im Krankenhaus. Das war die erfreuliche bis erschreckende Bilanz des EV Lindau beim Auswärtsspiel in Holzkirchen. Letztlich gewannen die Islanders verdient mit 10:4 (1:1, 4:2, 5:1). Schwer getrübt wurde die Freude über den Sieg durch die schweren Verletzungen von Timo Krohnfoth und Dominic Mahren in der Schlussphase. „Das hatte mit Eishockey wenig zu tun“, ärgerte sich der zweite Vorsitzende Peter Riedmüller.

Eishockey wurde zwischendurch auch gespielt. Allerdings kaum im ersten Drittel. Bei strömendem Regen und katastrophalen Eisverhältnissen hatten die Islanders große Probleme, ins Spiel zu kommen. Zumal sie gleich zweimal für Nichtigkeiten in doppelter Unterzahl agieren mussten. Dies taten sie mit großem Kampfgeist erfolgreich und nutzten ihrerseits das erste Powerplay zur Führung. Über Benjamin Hecker und Dominic Mahren kam die Scheibe vors Tor, wo Christof Hehle als erster reagierte und einschoss. Die Unordnung in der Lindauer Hintermannschaft, in der der gesperrte Tobi Fuchs vermisst wurde, nutzte Stefan Alber in der 18. Minute zum Ausgleich.

„Zweikämpfe annehmen und Willen zeigen“, forderte Trainer Willy Bauer in der Pause von seiner Mannschaft. Das setzte sie konsequent um. Der Regen hatte aufgehört, die Eisfläche ließ Spielzüge endlich zu und schon nach 39 Sekunden klingelte es im ESC-Tor, als David Volek ein Zuspiel von Pavel Mojtek aus spitzem Winkel verwertete. Nur drei Minuten später legten die Gäste nach. Gerade hatte Waldemar Quapp in höchster Not geklärt, als Christoph Hehle einen klugen Steilpass auf Benjamin Hecker spielte, der das Break zum 3:1 abschloss. Holzkirchen hielt weiter mit allen Mitteln dagegen. In Unterzahl bekamen die Islanders die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone, was erneut Alber zum Anschluss nutzte. In Unterzahl wurde Pavel Mojtek in der 30. Minute bei einem Alleingang auf dem Weg zum Tor klar gefoult. Benjamin Hecker trat zum fälligen Penalty an und verwandelte erneut souverän zum 2:4. Eine Minute später, immer noch in Unterzahl, schlugen die Lindauer erneut zu. Diesmal war es Mojtek selbst, der nach Pass von Kunce das Break mit einem Schuss hoch unter die Latte abschloss. Allerdings wollten die Islanders jetzt zu viel und agierten zu offensiv. Dies rächte sich in der 32. Minute mit dem 3:5 einem ESC-Konter bei Lindauer Unterzahl.

Die Spannung sollte aber nicht lange halten. Die Gäste spielten defensiv nun aufmerksamer und nutzten weiter ihre Chancen. Hehle erzielte in der 44. Minute einen sehenswerten Treffer, als er mit dem Rücken zum Tor hoch mit der Rückhand zum 6:3 abschloss. Vom Bully weg fuhr der EVL den nächsten Angriff, den Martin Krügers elf Sekunden später zum 7:3 nutzte. Nachdem sich Timo Krohnfoth bei einer harten Attacke verletzt hatte (und wohl für den Rest der Saison ausfallen wird), erwischte es wenig später Dominic Mahren. Die Schiedsrichter hatten diese Aktion zunächst nicht geahndet, identifizierten dann Florian Ullmann als den Übeltäter. Ob er letztlich der Holzkirchner war, der Mahren den Stock ins Gesicht schlug, bleibt offen. Fakt ist: Mahren musste mit durchtrennter Lippe ins Krankenhaus und wurde dort genäht, eine Spieldauer-Disziplinarstrafe war berechtigt.

Bemerkenswert war, dass die Islanders sich davon nicht mehr beeindrucken ließen und sportlich antworteten. Markus Schweinberger (53.), Peter Kraus (55.) und Patrick Prell (59.) erhöhten auf 10:3. Das vierte Tor der Gastgeber 32 Sekunden vor Schluss interessierte nicht mehr wirklich, denn für den dritten Sieg in der Aufstiegsrunde mussten die Islanders einen vielleicht zu hohen Preis bezahlen.