Islanders entscheiden umkämpftes Match für sich

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„Endlich haben wir auch mal wieder ein knappes Spiel für uns entschieden und nach der Aufholjagd des Gegners die Nerven behalten“, sagte EVL-Trainer Willy Bauer nach dem hart erkämpften Erfolg, zu dem die Lindauer den Grundstein im ersten Drittel legten. Dabei waren die Islanders stark ersatzgeschwächt in die Partie gegangen. Zwar konnte Daniel Pfeiffer nach vier Monaten Verletzungspause endlich sein – gelungenes und kämpferisch starkes - Debüt für die Islanders an der Seite der starken Matthias Schwarzbart und Timo Krohnfoth geben. Dafür meldete sich aber nach Jiri Kunce, Milan Liebsch, Christof Hehle und Martin Krügers kurzfristig noch Peter Kraus verletzt ab. Bauer stellte unorthodox um und den gelernten Verteidiger Fabian Burmann als Center zwischen Dominic Mahren und Raphael Eckert. Mit Erfolg: Das Trio spielte gerade in der Defensive eine starke Partie und kam auch früh zu einem Tor, als sich Mahren unmittelbar nach dem Bully infolge des ersten Lindauer Treffers durchsetzte und mit einem verdeckten Schuss zum 0:2 traf. Erstaunliche acht Sekunden waren da nach dem 1:0 des EVL erst vergangen, das Mike Dolezal erzielt hatte, nachdem die Lindauer sich die Scheibe im gegnerischen Drittel erobert hatten. Dieser Doppelschlag in der vierten Minute brachte die Islanders genau so auf Kurs, wie er die Gastgeber schockte. Allerdings versäumten es die diszipliniert spielenden Gäste, einige Strafen der Pinguine zu nutzen. Dennoch ging der EVL mit einer 3:0 Führung in die erste Pause. Pavel Mojtek eroberte 35 Sekunden vor der Sirene die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor und wollte sie von dort zum freistehenden Mike Dolezal passen. Er traf aber ESV Torhüter Patrick Vetter der den Puck ins eigene Tor abfälschte.

„Natürlich war das etwas glücklich, aber das haben wir uns heute wirklich erarbeitet“, lobte Bauer sein Team, das auch im zweiten Drittel umsichtig und präsent agierte. Nach 37 Minuten schien es das Spiel dann auch entschieden zu haben. Wieder eroberten sich die Lindauer durch Mike Dolezal den Puck, der passte zu Mojtek, der sich gegen zwei Königsbrunner durchsetzte und unhaltbar zum 0:4 abzog. Leider schafften es die Gäste nicht, den Vorsprung in die Pause zu bringen. Drei Lindauer schauten zwei Minuten später zu, wie Marc Weigant freistehend zum 1:4 einschießen konnte. Nur Sekunden später musste der stärkste Lindauer Verteidiger Tobi Fuchs wegen Beinstellens in die Kühlbox – und Königsbrunn witterte seine Chance. Zwanzig Sekunden vor der Pause landete Roman Muchas Schuss zum 2:4 im EVL- Tor - unhaltbar für den soliden Waldemar Quapp, da abgefälscht. Sollte sich die Geschichte wiederholen? Erst eine Woche zuvor hatte Königsbrunn gegen Pfaffenhofen einen 1:7 (!) Rückstand wettgemacht.

„Ich hatte dennoch nie das Gefühl, dass hier noch etwas schief gehen kann. Die Jungs waren sehr fokussiert“, sagte der sportliche Leiter des EVL, Bernd Wucher. „Die Mannschaft hat diesmal so gespielt, wie man sich in der Bayernliga präsentieren muss.“ Zwar versäumten es die Islanders bei zwei Alleingängen von Mahren frühzeitig für Klarheit zu sorgen und manchmal waren sie zu sehr auf den Konter, als auf Risiko- Minimierung aus. Im Großen und Ganzen hielten sie den Gegner aber auf Distanz. Dennoch wurde es fünf Minuten vor dem Ende noch einmal spannend, als Michael Polaczek auf 3:4 verkürzte. Einmal hatten die Islanders bei einem Lattenschuss der Pinguine noch Glück, dann aber sorgte Jim Nagle für die schon früher mögliche Entscheidung. Eine Minute vor dem Ende traf der Amerikaner mit einem Schuss ins leere Tor zum 5:3 für den EV Lindau der sich damit die drei Punkte nach der unglücklichen Hinspiel Niederlage zurückholte.