Islanders empfangen den Meister

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Mit einem Familientag beim Spitzenspiel gegen Königsbrunn bei freiem Eintritt für Frauen und Kinder feiert der EV Lindau am 2. Weihnachtsfeiertag (18:15 Uhr) die Vizemeisterschaft und den Vorrundenabschluss der Landesliga Bayern-West.

Die Meisterschaft sicherte sich schon vergangene Woche der ESV Königsbrunn, der bisher wie ein Tornado durch die Westgruppe fegt. Der Bayernliga-Absteiger gewann alle seine 15 Spiele und erzielte dabei 134 Tore – 28 mehr als der EV Lindau, der drei Punkte abgab und die Pinguine rein rechnerisch nicht mehr einholen kann. Dazu hat auch die 0:4-Pleite in Königsbrunn Anfang November beigetragen. „Damals hatten wir Schusspech und waren nicht clever genug“, blickt EVL-Trainer Willy Bauer zurück. „Diesen Eindruck wollen wir korrigieren.“ Nicht nur, dass die seither ungeschlagenen Islanders auch ihr achtes Heimspiel der Vorrunde gewinnen wollen, sie wollen damit den Gästen die ersten Punktverluste beibringen.

Sicherlich wird der ESV darauf bedacht sein, eine weiße Weste zu bewahren. Allerdings werden die Pinguine wohl auch angeschlagene oder von Sperren bedrohte Spieler schonen. Was allerdings keinen großen Qualitätsverlust bedeutet: Die angekündigten Junioren, die dafür Eiszeit bekommen sollen, spielen in der Junioren-Bundesliga. Mit dieser Basis wird die Mannschaft von Ex-Profi Franz-Xaver Iblherr den bisher stäksten Gegner für den EVL abgeben, der sich von diesem Spiel einen Test für die Aufstiegsrunde verspricht. „Wir werden dann auf einige Gegner dieser Güteklasse treffen und am Samstag sehen, wie weit wir sind“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher.

Denn ab 8. Januar stehen den Islanders nur noch schwere und enge Spiele ins Haus. Topfavorit in der Lindauer Gruppe ist der 1. EV Weiden, der wohl noch stärker als Königsbrunn ist. Aber auch Burgkirchen, Pegnitz, Freising und Schongau sind harte Konkurrenten. Im Süden sind die Plätze noch nicht vergeben, aber aus dem Trio Bad Aibling, Holzkirchen und Geretsried werden zwei gegen den EVL antreten.

Deshalb hält Wucher derzeit die Augen nach einer Verstärkung offen. Gerade im Abwehrbereich sind die Lindauer auf der Suche, nachdem der Transfer von Martin Masak nie zustande kam. „Wir haben das bisher sehr gut aufgefangen und ja auch nur 32 Gegentreffer kassiert. Aber wir haben letztes Jahr auch gesehen, was ein Spieler der Marke Bäckström im Spiel nach vorne ausrichten kann.“ Allerdings wollen die Islanders auf dem Transfermarkt nur dann zuschlagen, wenn ein Spieler die Mannschaft deutlich verstärken würde. „Nur jemanden zu holen um einen Mann mehr zu haben, bringt uns nicht weiter.“ Einen Ernstfall können die Islanders gegen Königsbrunn schon proben: Abwehrchef Jiri Kunce beim Spiel am Familientag nicht mit von der Partie sein. Der 38jährige fehlt aus familiären Gründen.