Islanders dominieren Derby in Kempten

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Der EV Lindau bleibt weiter auf Aufstiegsrundenkurs. Mit 7:1 (2:0, 2:1, 3:0) triumphierten die Islanders im Derby beim ESC Kempten und zeigten eine überzeugende Leistung. Auf den dritten Platz haben die Zweitplatzierten Lindauer bereits sechs Punkte Vorsprung.

Mit dem Schwung des hart erkämpften 2:2 von Schongau gingen die Lindauer in die Partie und setzten den Gegner mit hohem Tempo von Anfang unter Druck. Kempten hielt ordentlich dagegen, so dass sich eine unterhaltsame Partie entwickelte. Nach neun Minuten münzten die Gäste ihre optische Überlegenheit in den Führungstreffer um. Auf Vorlage von David Volek war Pavel Mojtek zum 0:1 zur Stelle. Gerade im Spiel fünf gegen fünf zeigten sich die Islanders wie von Trainer Willy Bauer gefordert, deutlich zwingender als zuletzt. Gefahr drohte den Sharks dabei von allen Lindauer Reihen. So war das 0:2 in der 13. Minute eine Produktion des Trios Sascha Paul, Matthias Schwarzbart und dem Torschützen Patrick Prell zum verdienten Pausenstand.

400 Zuschauer, darunter rund 100 Schlachtenbummler aus Lindau sahen auch im zweiten Durchgang einen spielerisch besseren EVL, der mit schönen Kombinationen sehenswerte Tore erzielte. Zwar wurde ein Treffer von Mojtek nicht anerkannt (26.) und David Volek, der derzeit das Pech am Schläger hat, verschoss zwei Minuten später einen Penalty. Das Duo war dann aber am 0:3 beteiligt: Mojtek traf auf Vorlage von Volek (28.). Drei Minuten später verwertete Tobi Fuchs ein Zuspiel von Christof Hehle zum 0:4. Damit war zwar eine Vorentscheidung gefallen, allerdings wussten die Gastgeber durchaus auch zu gefallen. Das junge Kemptener Team wehrte sich nach Kräften und war durch sein schnelles Umschalten stets gefährlich. Dadurch gerieten auch die Lindauer ab und an in Bedrängnis. Nichts zu machen war allerdings am Gegentreffer zum 1:4, den Stefan Egli zwei Minuten vor der zweiten Pause erzielte.

Zu mehr reichte es für die Allgäuer allerdings nicht, weil die Islanders nicht mehr zuließen. „Ich bin mit dem Engagement und der Konzentration über die komplette Spielzeit zufrieden“, sagte Willy Bauer. „Unsere Formkurve zeigt nach oben. Das wird so bleiben, wenn wir geduldig weiterarbeiten.“ Auch an der Chancenverwertung des EVL gab es diesmal nichts zu meckern: Pavel Mojtek krönte sein großartiges Wochenende mit seinem insgesamt vierten Tor nach sechs Minuten des Schlussdrittels. In der 48. Minute war dann Zeit für das einzige Überzahltor der Islanders: Sascha Paul erzielte es auf Zuspiel von Jiri Kunce. Und weil es dann auch ein harmonischer Sonntag im Lindauer Lager war, sorgte Matthias Schwarzbart 49 Sekunden später mit seinem Tor zum 1:7 Endstand für Wiedergutmachung, nachdem er zuvor wegen Meckerns eine unnötige Zehn- Minuten Strafe kassiert hatte. Der einzige kleine Ausreißer einer sehr disziplinierten Mannschaftsleistung der Islanders. Vor allem Torhüter Waldemar Quapp durfte sich über die gute Defensivleistung freuen, ließen die Islanders doch in den letzten vier Spielen nur fünf Gegentreffer zu.