Islanders behalten weiße Weste im Eichwald

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Im Eichwald-Stadion bleibt der EV Lindau weiter eine Macht. Die Islanders gewannen auch ihr fünftes Heimspiel und blieben beim 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gegen den EV Fürstenfeldbruck erstmals auf eigenem Eis ohne Gegentor.

Mit dem Tabellendritten stellte sich der bisher stärkste Gegner am Bodensee vor. Die Crusaders spielten aus einer kompakten Abwehr heraus auf Konter. Zwar waren die Islanders von Trainer Willy Bauer gut auf die Spielweise der Gäste eingestellt worden, dennoch hatten sie zunächst ihre Probleme damit. Beim gefährlichsten Konter des EVF konnte die Scheibe von den Islanders auf der Linie geklärt werden – die Gäste waren der Meinung, der Puck habe diese überschritten gehabt. „Bei einem Rückstand wäre es sicher sehr schwer geworden“, sagte Willy Bauer, der seine Mannschaft aber für ihre Arbeitsmoral und Geduld lobte. „Wir haben den größeren Siegeswillen an den Tag gelegt“, sagte Bauer und meinte dabei namentlich einmal mehr Pavel Mojtek, der zusammen mit Tobi Fuchs aus einer Lindauer Mannschaft ohne Schwachpunkt herausragte. Mojtek war es auch, der nachdem sich die Islanders im Gästedrittel die Scheibe erkämpft hatten aus der Drehung nach zehn Minuten das einzige Tor des ersten Drittels erzielte.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Gastgeber optisch überlegen und schafften es weiterhin, sich gut auf das Brucker Spiel einzustellen. „Wir waren in den Zweikämpfen da, aggressiv genug und körperlich präsent“, lobte Bauer. Der musste eine Umstellung vornehmen. Für den beruflich verhinderten Christof Hehle kehrte Martin Krügers in die Mannschaft zurück. Der schnelle Außen zeigte seinen Wert für die Mannschaft, als er nach 26 Minuten bei einem tollen Lindauer Konter das Zuspiel von Pavel Mojtek zum 2:0 verwandelte. Danach ließen die Islanders nichts mehr anbrennen. Timo Krohnfoths verdeckter Flachschuss – Vorarbeit wieder durch Mojtek - sorgte nach 46 Minuten für die Entscheidung. danach wurde das Spiel härter und zerfahren. Die Gäste antworteten mit Provokationen und hatten damit durchaus Erfolg. Der EVL musste einige Unterzahlsituationen überstehen, hatte aber selbst auch in Überzahl Chancen zu Toren. Negativer Höhepunkt des Spiels war eine unfaire Attacke von Sven Mönch, der EVL- Torhüter Waldemar Quapp hinter dem Tor in die Bande checkte. „Eine absolut überflüssige Aktion. Man geht den Torhüter so nicht an, das hat mit Fairness nichts zu tun“, sagte EVL-Sportchef Bernd Wucher. Mönch, der mit einer Spieldauer- Disziplinarstrafe des Feldes verwiesen wurde, hatte dabei sicherlich Glück, dass er den Tatort fluchtartig verließ, sonst hätte er mächtig Ärger mit den EVL- Cracks bekommen. Im Rückspiel am kommenden Freitag wird er ebenso gesperrt fehlen, wie Dominic Mahren. Der Lindauer Stürmer kassierte ebenfalls eine Spieldauerstrafe wegen gefährlich hohen Stocks. Danach wurde wieder ein wenig Eishockey gespielt. Bei vier gegen vier war Platz auf dem Eis. Wieder einmal erkämpfte sich Pavel Mojtek die Scheibe, dessen Querpass David Volek direkt ins Tor schoss. Sieben Minuten vor dem Ende bedeutete dies den 4:0 Endstand. Hart erarbeitet vom EV Lindau, aber ebenso verdient.