Ins vierte Drittel gerettet

Ins vierte Drittel gerettetIns vierte Drittel gerettet
Lesedauer: ca. 1 Minute

Das Lazarett hatte sich vor diesem Wochenende etwas gelichtet. So kehrte auch Alex Funk ins Team zurück; weiterhin fehlten Martin Dürr, Beppi Eckmair und der gesperrte Bryce Hollweg. Es galt, nach dem schwachen Auftritt in Pfaffenhofen Wiedergutmachung zu betreiben, aber das gelang zunächst ganz und gar nicht. Wieder schienen die Schweinfurter, die vom in dieser Woche angesetzten harten Konditionstraining sehr müde Beine hatten, am Anfang nicht recht präsent zu sein. Gegen bissige Nürnberger war man auch mental nicht bereit, gegenzuhalten und kassierte schon nach gut 30 Sekunden das erste Tor. Das 2:0 folgte dann in zweifacher Überzahl der Hausherren.

Nach der ersten Pause versuchten die Dogs, besser in die Partie zu kommen, doch blieb in der Offensive wieder vieles nur Stückwerk. Immerhin gab es eine weiteren Gegentreffer - auch ein Verdienst Ole Swolenskys, der diesmal den Vorzug gegenüber Benjamin Dirksen erhalten hatte. Es war kein leichtes Spiel für den Goalie, dessen letzter Einsatz schon Wochen zurückliegt, der dennoch gut hielt und einige gefährliche Breaks entschärfte. Ein Powerplaytreffer von Mark Dunlop machte das Match wieder offen; dieser Spielstand hielt aber bis in die Schlussminuten Bestand. Der erlösende Ausgleich gelang Timo Ludwig, nach Ablauf der regulären Spielzeit zeigte dann Swolensky Klasse und hielt alle drei Versuche der Gegner. Der EHC hatte zwei Minuten vor dem Ende mit Schnierstein für Güttner den Keeper schon im Hinblick auf das Penaltyschießen ausgewechselt. Nachdem auf Schweinfurter Seite Marcel Juhasz und Alex Funk vergeben hatten, sicherte Mikhail Nemirovsky seiner Mannschaft den Zusatzpunkt, der beim derzeitigen knappen Tabellenstand auf den Rängen zwei bis vier noch recht wichtig sein kann.

Nach dem 0:6 bei den Ice Hogs jetzt mühevolle zwei Punkte aus Nürnberg – ist das Glas nun halb voll oder halb leer? „Kein Galaauftritt, aber am Ende dann verdient gewonnen“, urteilte Steffen Reiser. Der sportliche Leiter der Mighty Dogs nannte auch die Gründe für das Formtief: „Die Mannschaft hat die Quittung für ihre Schlampigkeiten der letzten Wochen erhalten-„

Tore: 1:0 (1.) Altmann (Budny, Chronz), 2:0 (11.) Hörl (Schnabel/5-3), 2:1 (29.) Dunlop (Knaup S., Filobok/5-4), 2:2 (56.) Ludwig (Feuerfeil, Dunlop), 2:3 (60.) Nemirovsky (entscheidender Penatly). Strafen: Nürnberg 18; Schweinfurt 18 + 10 (Knaup S.) + 10 (Filobok). Zuschauer: 570.