Indians schlagen Nürnberg mit 6:2

Indians schlagen Nürnberg mit 6:2Indians schlagen Nürnberg mit 6:2
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Mit dem Selbstvertrauen des vergangenen „Sechs-Punkte-Wochenendes“, dafür aber erneut ohne Derek Switzer und Riccardo Lorentz gingen die „Indians“ die Partie gegen den Tabellenletzten aus Nürnberg an. Aber Vorsicht war dennoch geboten – immerhin hat der EHC Nürnberg zuletzt Buchloe geschlagen und auch gegen Weiden gepunktet.

Memmingen begann druckvoll, auch weil sich die Gäste zwei Strafzeiten leisteten. Die fällige Führung erzielten die Indians dann aber ausgerechnet in eigener Unterzahl: Brendan McLaughlin zog ab und traf. Memmingen drückte weiter, getroffen haben aber die Gäste, die nach 13 Minuten eine „doppelte“ Überzahl ausnutzten.

Kurz vor Ende des ersten Durchgangs wurde es dann auf der Strafbank recht eng, als die Unparteiischen gleich fünf Spieler gleichzeitig zum Abkühlen schickten und damit in einem an sich fairen ersten Drittel insgesamt 34 Strafminuten aussprachen und unnötige Hektik ins Spiel brachten.

Beide Teams kamen dann ruhiger aus der Kabine. Und gleich eine Riesenmöglichkeit für den ECDC: Doch nach einem Traumzuspiel von Markus Kerber brachte McLaughlin den Puck nicht im leeren Tor unter (24.). Memmingen blieb weiter die bessere Mannschaft, nutzte die wenigen, aber guten Torchancen aber (noch) nicht. Bis zur 31. Minute dauerte es, ehe die Indians durch Stefan Rott wieder in Führung gingen, aber die Gäste glichen beinahe im Gegenzug durch Hörl aus.

Doch diesmal ließen sich auch die Einheimischen nicht „lumpen“ und hatten die passende Antwort parat: Rott passte vor das Tor und McLaughlin drückte den Puck zum 3:2 nach 34 Minuten über die Linie. Die Gäste hatten ihre Möglichkeiten zumeist im Überzahlspiel, Memmingen mit Alex Reichelmeir aber einen guten Keeper. In der 39. Minute dann so etwas wie die Vorentscheidung: Innerhalb von nur 14 Sekunden erhöhte Brendan McLaughlin mit zwei Treffern auf 5:2 und brachte sein Team endgültig auf die Siegerstraße.

Von dort ließen sich die Indians nicht mehr abbringen. Nürnberg fehlte die Klasse, um nochmals ernsthaft ins Spiel zurück zu kommen. Einer der wenigen Höhepunkte in der 51. Minute, als der erst 17 Jahre alte Andre Aschenbrenner in aussichtsreicher Position gefoult wurde, er den fälligen Penalty aber an den Pfosten setzte. Was nicht mehr entscheidend war, weil spätestens durch Kerbers sechsten Treffer die Punkte am Hüherberg zementiert oder – um im Bild zu bleiben – eingefroren wurden. Die Fans hatten ihr Fest und durften letztlich einen verdienten Sieg über eine biedere Nürnberger Mannschaft bejubeln.

Für die Indians geht es bereits am Sonntag mit einem Auswärtsspiel im nahen Schongau (17 Uhr) weiter – schon jetzt ist klar, dass wieder zahlreiche Fans die Mannschaft begleiten werden.

Tore: 1:0 (7.) McLaughlin (Kerber; 4-5), 1:1 (13.) Budny (Hughes; 5-3), 2:1 (31.) Rott (Kerber/McLaughlin), 2:2 (32.) Hörl (Petrojannis; 5-4), 3:2 (34.) McLaughlin (Rott), 4:2 (39.) McLaughlin (Hoffmann/Rott), 5:2 (39.) McLaughlin, 6:2 (57.) Kerber (Rott). Strafen: Memmingen 26, Nürnberg 18. Zuschauer: 918.