Indians gelingt Befreiungsschlag in WaldkraiburgECDC Memmingen

Indians gelingt Befreiungsschlag in WaldkraiburgIndians gelingt Befreiungsschlag in Waldkraiburg
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Weiter geht es für den ECDC im neuen Jahr mit dem schweren Auswärtsspiel am kommenden Freitag beim Tabellenvierten Pfaffenhofen, ehe am Dreikönigstag um 18.30 Uhr der EV Lindau zum mit Spannung erwarteten Derby in die Memminger Eissporthalle kommt.

In Waldkraiburg begannen die Indians im Sturmzentrum erstmalig mit dem Ex-Königsbrunner Kapitän Michael Polaczek, der seit dem Aus der Pinguine in Memmingen trainiert. ECDC-Coach Jogi Koch hat damit einen weiteren Mittelstürmer zur Verfügung, der außerdem über reichlich Erfahrung verfügt und ein guter Bullyspieler ist. Genau diese Qualitäten brachte der 30-Jährige bereits bei seinem ersten Auftritt in Waldkraiburg ins junge Indians-Team ein und feierte damit ein gelungenes Debüt. Nicht mit von der Partie war dagegen Verteidiger Fabian Sing, der nach seiner Matchstrafe im Spiel gegen Miesbach vom Bayerischen Eissportverband bis auf Weiteres gesperrt wurde. Der ECDC prüft hier gerade die Möglichkeiten eines Einspruchs und wird sich dann näher dazu äußern. Ebenfalls noch gesperrt war gegen Waldkraiburg Alexander Krafczyk, der aber bereits nächstes Wochenende wieder mitwirken darf.

Im Oberbayerischen begannen die Indians nach zuletzt drei Niederlagen spürbar verunsichert und nervös. Die Löwen erspielten sich in den ersten Minuten ein deutliches Chancenplus, scheiterten aber allesamt am glänzend aufgelegten Memminger Torhüter Martin Niemz. Der ECDC in der Anfangsphase noch ohne die großen Torchancen, doch dafür dieses Mal richtig abgezockt. Mit einer der wenigen Möglichkeiten machte Ronny Zientek das 0:1 aus Sicht der Heimmannschaft. Und nur eine halbe Minute später konnte Brit Ouellette die Memminger Führung sogar noch ausbauen. Dass dann der wiedergenesene Tim Tenschert sogar noch auf 3:0 erhöhte, entsprach zwar nicht dem vorhergegangenen Spielverlauf, war aber aufgrund der endlich einmal zu Tage kommenden Abgezocktheit nicht ganz unverdient.

Im zweiten Drittel gab es zwar die eine oder andere Chance, Zählbares konnte aber nicht vermeldet werden. Die Indians verwalteten ihren Vorsprung und die Löwen aus Waldkraiburg scheiterten ein ums andere Mal am sehr souveränen Torhüter Niemz. Mit zunehmender Spieldauer kam es auch zu immer mehr Nickligkeiten, vor allem, da die Hausherren ziemlich aggressiv vor dem Memminger Tor agierten, nachstocherten und so mehrere Strafen auf beiden Seiten entstanden.

Der letzte Abschnitt begann gut für die Gäste und ließ die knapp 100 mitgereisten Fans erneut jubeln. Patrick Zimmermann konnte einen Abpraller in Überzahl zum beruhigenden 4:0 verwerten und führte die Indians endgültig auf die Siegerstraße. Waldkraiburg konnte zwar in der Folgezeit noch einmal verkürze, denn Lederer konnte den Puck irgendwie unter Martin Niemz ins Tor stochern und gut vier Minuten vor Schluss schaffte Geuder den zweiten Treffer für die Heimmannschaft, doch die Indians ließen sich dieses Mal nicht mehr aus dem Konzept bringen und fuhren den Sieg nach Hause. Ronny Zientek schaffte in der letzten Spielminute sogar noch den Treffer ins leere Tor und bescherte den Indians somit den hart umkämpften  5:2 Auswärtssieg, der den Memmingern eine bessere Ausgangslage im heißen Endspurt der Bayernliga-Hauptrunde verschafft.