Indians biegen Thriller gegen Moosburg zum 10:7 umECDC Memmingen

Indians biegen Thriller gegen Moosburg zum 10:7 umIndians biegen Thriller gegen Moosburg zum 10:7 um
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Nach der Schlusssirene glich die Memminger Eissporthalle einem Tollhaus: Die Indians, die für den guten Zweck erneut in pinkfarbenen Trikots angetreten waren, wurden von ihren Fans minutenlang gefeiert. Nach vier Spielen stehen die Koch-Schützlinge mit drei Siegen und neun Punkten damit schon recht passabel da.

 „Spannender und emotionaler als jeder Tatort am Sonntagabend...“, so wurde die Pressekonferenz nach dem 10:7 der Indians über den EV Moosburg eröffnet. In der Tat bot das Spiel am zweiten Jahrmarktssonntag am Memminger Hühnerberg mehr Nervenkitzel als manches Fahrgeschäft in der Innenstadt. Die Partie gegen die offensivstarken Oberbayern begann ohne jede Abtastphase und so klingelte es schon nach zwei Minuten, als Patrick Zimmermann den Torreigen eröffnete. Was folgte, war ein Wechselbad der Gefühle – gepaart mit emotionalen Momenten nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen. Drei Mal waren die Indianer in Front: die weiteren Torschützen waren Ronny Zientek und Andi Schmelcher. Doch am Ende des Drittels führten auf einmal die Gäste mit 4:3.

Die Strafenflut endete auch im zweiten Spielabschnitt zunächst nicht. Dem umjubelten 4:4-Ausgleich in Unterzahl durch den glänzenden Martin Schweiger folgte jedoch die kalte Dusche: Maximilian Waitl, Tobias Gilg und Florian Fischer sorgten für lange Gesichter im Lager der Gastgeber. Einmal mehr präsentierte sich der EV Moosburg als extrem abgezockte Mannschaft, die allerdings auch von zum Teil haarsträubenden Fehlern im Defensiv-Verhalten der Indians profitierte. Auf der Anzeigetafel leuchtete ein 4:7, als der ECDC nach 31 Minuten den Torhüter wechselte. Neun Sekunden vor Drittelende markierte Al Joanette dann aber das wichtige 5:7 – ein Signal, das Hoffnung für’s letzte Drittel dieses verrückten Spiels gab.

Und in der Tat sollte das noch weiter getoppt werden. Die Hausherren hatten wohl ein paar deutliche Worte ihres Trainergespanns mit auf den Weg bekommen, agierten nun disziplinierter und liefen Moosburg nicht weiter ins offene Messer, wie Jogi Koch davor noch moniert hatte. Auch nach vorne wurde der Druck immer größer und die Belohnung folgte prompt: Nach 48 Minuten dauerte es ganze 18 Sekunden, ehe nach dem 6:7 durch Michael Polaczek das 7:7 durch erneut Al Joanette fiel. Die 670 Zuschauer waren aus dem Häuschen und peitschten ihr Team weiter nach vorn. Die Indians ließen nun mit unglaublicher Moral nicht mehr locker und drängten mit aller Macht auf die Führung. Als Markus Kerber in der 54. Minute das 8:7 erzielte, brachen auf dem Eis und auf den Rängen alle Dämme und der Hühnerberg erbebte in den Grundfestungen. Diese Führung verteidigten die Memminger mit vollem Einsatz und setzen noch eins bzw. sogar zwei oben drauf: Martin Schweiger in Unterzahl und Alexander Krafczyk per Empty Net sorgten für den am Ende zweistelligen 10:7-Sieg. Am Ende stand ein Sechs-Punkte-Wochenende und beste Werbung für das Memminger Eishockey. Weiter geht es für die Indians am kommenden Sonntag um 18.30 Uhr zu Hause mit dem nächsten Heimspiel gegen die Stiftland Dragons Mitterteich.