In der Schlussphase wurde es bitterEA Schongau

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Die Voraussetzungen für die Mammuts waren beim Spitzenspiel in Pfronten sicher nicht die besten – nur 14 Feldspieler konnte Trainer Robert Kienle aufbieten, der im Lauf des Spiels dann auch noch auf  Kapitän Norbert Löw (der verletzt in die Partie ging) verzichten musste. Die Gastgeber dagegen konnten aus dem Vollen schöpfen und machten mit ihren 19 Feldspielern gehörigen Druck. Dennoch waren es die Mammuts, die im ersten Drittel den einzigen Treffer vorlegen konnten – in Unterzahl gelang Oliver Glöckner auf Zuspiel von Svata Merka das 1:0 (18.).

Doch gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts war es Pfrontens Torjäger Jason Schneider der sein Team zurückbrachte – 1:1 (21.). In der 25. Minute wurde Markus Schneider in aussichtsreicher Position gefoult – den fälligen Penalty verwandelte er  zur erneuten Führung der Mammuts – 2:1. Doch lange hielt die Freude im Lager der EAS nicht, Pfronten glich durch Joel Titsch in der 28. Minute zum 2:2 aus  - und bei diesem gerechten Spielstand zweier gleichwertiger Teams blieb bis in den Schlussabschnitt der  Partie.

Selbst nach 53 Spielminuten hielt die ersatzgeschwächte EAS das Remis in der mit 300 Zuschauern gut besuchten Pfrontener Eishalle. „Dann machte jedoch Schiedsrichter Adrian Drazic den Mammuts einen Strich durch die Rechnung“, erklärte die EAS in ihrer Mitteilung. Aus einem Zweikampf an der Bande entschied er gegen Schongaus Verteidiger Friedrich Weinfurtner mit einer Zwei-Minuten-Strafe und ließ sofort eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe folgen und auf das ungläubige Nachfragen eine weitere Disziplinarstrafe, also eine Spieldauerstrafe.

Diese Strafe war der Knackpunkt im Spiel – Pfrontens Team war einfach zu stark (und somit nicht unverdient souveräner Tabellenführer), um sich so eine Gelegenheit gegen das inzwischen recht ausgelaugte Team der Mammuts entgehen zu lassen. Noch in der gleichen Spielminute nutzen sie die Überzahl zum 3:2 (54.; Steiner). Die EAS war nun im Zugzwang – zu riskant ein Überzahlspiel mit einem fatalen Scheibenverlust, den EVP-Goalgetter mit viel Glück an Schongaus Goalie Niklas Marschall vorbeibrachte – 4:2 (56.). Die Situation spielte dem routinierten Heimteam in die Hände. Die nun bedingungslos zum Offensivspiel verdammten Mammuts mussten in der 57. Minute gar das 5:2 hinnehmen und standen nach langen aufopferungsvoll geführten Spiel am Ende mit leeren Händen da.

Tore: 0:1 (17:54) Glöckner (Merka/4-5), 1:1 (20:17) J. Schneider (Gmeiner), 1:2 (24:55) M . Schneider (Penalty), 2:2 (27:11) Titsch (Stammler), 3:2 (53:53) Steiner (Stammler/5-4), 4:2 (55:02) J. Schneider  (4-5), 5:2 (56:55) Bach (Böck, Höldrich). Strafen: Pfronten 14, Schongau 14 + 10 + Spieldauer (Weinfurtner). Zuschauer: 296.