Im Doppelpack: VER gegen Memmingen gefordert

Trainer-Duo macht weiterTrainer-Duo macht weiter
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Zur Hälfte der aktuellen Punkterunde haben die Selber Wölfe am Wochenende zwei Spitzenspiele vor sich. Die auf Rang zwei platzierten VER-Cracks empfangen am Freitag, 20 Uhr, den Viertplatzierten ECDC Memmingen. Ein vielversprechendes Match, das nur zwei Tage später seine Fortsetzung findet. Dann sind die Jungs um Spielertrainer Holden bereits zum Rückspiel (18:30 Uhr) zu Gast bei den Indians.

Die Bayernliga hat es derzeit wahrlich in sich. Während das Feld – allen voran unter Betrachtung, dass einige Teams noch ein bis zwei Spiele weniger absolviert haben – im Kampf um die Play-off-Ränge äußerst eng beieinander liegt und nahezu kein Team sich Ausrutscher erlauben darf, gibt es noch ganz andere Bewegungen bei den Vereinen. Mit Beginn des neuen Monats hat sich auf dem Transfermarkt viel getan. Etliche neue Gesichter werden ab sofort bei einiges Clubs mit von der Partie sein. Doch auch an der Bande ändert sich so manches. Während bereits bei Dingolfing und Buchloe neue Leute das Zepter schwingen, melden nun auch Pfronten und Sonthofen den Weggang ihrer Trainer.

Die Rückrunde könnte demnach noch mal einen gewaltigen Leistungsschub bei einigen Mannschaften bewirken. Die Liga bleibt spannend. So heißt es auch für den VER Selb, weiter konzentriert in die nächsten Spiele zu gehen, Punkt für Punkt zu erkämpfen. Gar ein Nullpunkte.-Wochenende darf sich nahezu keiner erlauben. „Unser Minimalziel gegen Memmingen sind 3 Punkte“, blickt da auch Trainer Cory Holden voraus. „Diese wollen wir natürlich schon am Freitag holen, um dann mit geringerem Druck zum Rückspiel anzutreten“, lauten seine Vorstellungen. „Doch das wird auf keinen Fall einfach“, weiß Holden, der spannende Partien gegen das Allgäuer Team erwartet und fortführt: „Nicht umsonst stehen die soweit vorne in der Tabelle.“

In der Tat: Ungeachtet der ersten Memminger Heimniederlage zuletzt gegen den EHC Waldkraiburg, konnte die Mannschaft von Coach Klaus Micheller meist bravouröse Ergebnisse einfahren. Noch dazu bestritten die „Indians“ von 14 Spielen bereits 9 davon in der Ferne. In der Mannschaft steckt einiges. Neben den altbewährten Kräften wie Martin Löhle und der Amerikaner Jimmy Nagle im Angriff oder in der Defensive Manfred Jorde und Helge Pyka, die allesamt schon in den letzten Jahren die „Wölfe“ bis an ihre Grenzen gefordert haben, präsentiert sich besonders der vom Zweitligisten EV Ravensburg kommende Neuzugang Mike Dolezal mit besten Scorer-Qualitäten. „Memmingen hat aber auch einige andere gute Spieler im Kader“, warnt Holden vor dem Gegner, dessen „Reihen aus einer guten Mischung älterer erfahrener und junger hungriger Cracks bestehen.“

Außer den gesperrten Dennis Thielsch und Manuel Kümpel (zurück am Sonntag) sind bei den Wölfen alle Mann an Bord. Somit wird Holden mit der gleichen Aufstellung wie am vergangenen Wochenende in die Spiele gehen. Allerdings mit einer Änderung: „Wir dürfen auf keinen Fall uns solche Fehler wie in Pfaffenhofen erlauben“, hebt der Spielertrainer mahnend den Zeigefinger. „Durch zu wenig Aufmerksamkeit und Fehler, die vom Gegner eiskalt ausgenutzt wurden, haben wir das Spiel verloren“, lautet der Rückblick mit der gleichzeitigen Forderung nach umgehender Verbesserung. Die Wölfe-Fans können indes jedoch sicher gehen, dass die Wölfe vor allem in der Heimpartie gegen Memmingen den nötigen Biss zeigen werden. Gerade gegen die großen Gegner bekam das Publikum stets starke Leistungen geboten. Bleibt der Heimnimbus nach sechs Siegen in Folgen auch diesmal bewahrt? – Spannung und attraktives Eishockey dürfte jedenfalls geboten sein und mit der Unterstützung der Fans soll es nun mit dem nächsten Dreier in der Eishalle im Vorwerk klappen.