Hawks zerlegen Mitterteich

Traurig und enttäuschtTraurig und enttäuscht
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Aus der erwarteten „leichtesten“ Auswärtspartie der Saison wurde tatsächlich zumindest eine mehr als klare Angelegenheit. Die Haßfurt Hawks konnten ihrem Namen alle Ehre machen und stürzten in einem wahren Sturzflug über die chancenlosen Dragons her. 18:3 – damit hatte im Vorfeld des Spiels vermutlich niemand ernsthaft gerechnet. Dabei gab es das wichtigste Ergebnis für den ESC bereits am Freitagabend zu vermelden, denn der EV Regensburg gewann gegen den EV Pegnitz mit 4:2, so dass die Hawks nun aus eigener Kraft in die Aufstiegsrunde zur Bayernliga gelangen können.

Entsprechend beflügelt spähten die Hawks im Stiftland auf ihr Beutobjekt, sprich den EHC Mitterteich und legten von Beginn an richtig los. Nach knapp acht Minuten brachte Kapitän Rafael Popek seine Mannschaft in Front und in der zweiten Hälfte des ersten Drittels erhöhten Sebastian Kaufmann, Thomas Berndaner, Eugen Nold und Marcel Schor schon vor entscheidend auf 0:5. Die Treffer vier und fünf lagen dabei gerade Mal elf Sekunden auseinander. War der Gegner so schwach oder setzten die Hawks einfach das Konzept von Trainer Stan Mikulenka effektiv um? „Mitterteich ist spielerisch nicht schlecht, da war ich überrascht. Sie spielen aber sehr undiszipliniert. Meine Mannschaft hat schönes Eishockey gespielt und es machte Spaß da zuzuschauen.“

Im zweiten Drittel gab der wendige Neuzugang Martin Pouska (Mikulenka zum Debüt des Tschechen: „Er hat sich schön etabliert. Ich bin sehr zufrieden. Läuferisch und stocktechnisch ist er super.“) dann erstmals seine Visitenkarte als Torjäger mit dem 0:6 (22.) ab. Drei Tore und drei Assists standen am Ende für den 23-Jährigen zu Buche. In der Folge fielen dann reichlich Tore: Über 8:0 und 10:2 markierte der Jüngste im offiziellen Falken-Kader, Philipp Bates, den Treffer zum 11:2 nach zwei Dritteln. Längst war klar, dass die Entscheidung gefallen war und für die rund 40 mitgereisten Haßfurter Fans hatten sich die gut 150 Kilometer in die Oberpfalz schon rentiert. Trotz der recht harten Gangart der Gastgeber zeichnete sich nach dem 9:1-Erfolg vom letzten Wochenende in Amberg zu diesem Zeitpunkt bereits ein neuer Rekordsieg in dieser Saison ab. Sonja Kraheberger am ESC Live-Ticker hatte angesichts der Torflut jedenfalls jede Menge positiven Stress zu bewältigen. Nach 41 Sekunden im Schlussdrittel machte Andreas Herrmann dann das Dutzend voll.

Für die Hawks war der ungefährdete Erfolg in Mitterteich der dritte Sieg in Folge. Auf Grund des besseren direkten Vergleichs mit Pegnitz wäre man nun als Vierter in der angestrebten Aufstiegsrunde dabei. Bei nur noch drei Spielen gegen die beiden „Kellerkinder“ EC Amberg 2000 (zwei Mal) bzw. dem Rückspiel gegen Mitterteich scheinen die Vorzeichen dazu, positiv zu stehen. Was ist in den letzten drei Spielen zu beachten? Stan Mikulenka hierzu: „Wir dürfen diese Mannschaften nicht unterschätzen. In Mitterteich stand es ja auch lange nur 2:0 ehe in den letzten Minuten des ersten Drittel noch drei Tore fielen. Die Mannschaft muss in jedem Spiel so konzentriert spielen, wie wenn wir bereits ein Spiel in der Aufstiegsrunde hätten.“ (Naumann)