Hawks vor zwei schweren Aufgaben

Traurig und enttäuschtTraurig und enttäuscht
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Der Tanz auf zwei Hochzeiten geht in die nächste Runde. Wenn die Hawks des ESC Haßfurt (4./6:2) am Sonntagabend um 18.30 Uhr den EV Moosburg (1./8:4) im Stadion am großen Anger empfangen, geht es um weitere wichtige Punkte im Kampf um den möglichen Aufstieg in die Bayernliga. Zuvor wollen die Kreisstadtpuckjäger am heutigen Freitagabend beim EV Pegnitz den Einzug ins Halbfinale beim Bayernkrug (20 Uhr) perfekt machen.

Und anders als am letzten Wochenende heißt es diesmal „erst die Pflicht, dann die Pflicht“. Vor allem das insgesamt vierte Aufeinandertreffen mit den oberfränkischen Ice Dogs in dieser Saison darf für die Mannschaft von Trainer Stan Mikulenka keine unüberwindbare Hürde darstellen, erst recht nicht nach dem deutlichen 9:4-Erfolg im Bayernkrug-Hinspiel. Fünf Tore Vorsprung gilt es zu verteidigen, ehe im Viertelfinale Gegner wie Bayreuth, Regensburg oder Weiden warten. Die gute Aussicht auf weitere gute Spiele gegen attraktive Gegner und natürlich weitere wichtige Einnahmen für den Verein tun ihr übriges dazu, dass „wir alles unternehmen, um auch in Pegnitz zu gewinnen“, macht der 46-jährige Tscheche deutlich. „Natürlich wollen wir weiterkommen.“ Zugleich ist er auch „sicher, dass wir das schaffen. Wenn wir komplett sind, dann sind wir auch spielerisch besser.“

Diese spielerische Überlegenheit soll ebenso am Sonntagabend zum Tragen kommen, wenn die grün-gelben Moosburger mit breiter Brust ins Stadion am großen Anger kommen, nachdem diese momentan die Tabelle der Aufstiegsrundengruppe B anführen. Dabei sind die Dreirosenstädter ganz schlecht auszurechnen und die bis dato erzielten Ergebnisse äußerst seltsam. Erfolgen in Holzkirchen (3:4) und in Burgkirchen (2:4), gegen Lechbruck (5:4) sowie Trostberg (6:4) stehen teils deftige Schlappen gegenüber. So kassierten sie zuletzt in Schongau eine 8:1-Klatsche und auch beim ersten Aufeinandertreffen mit dem ESC Haßfurt gingen Kapitän Stefan Wilm und seine Teamkameraden beim 1:7 baden. „Möglich ist alles“, kann und will Haßfurts Trainer Stan Mikulenka angesichts der starken Schwankungen des Ost-Landesligisten aus der 17000-Einwohnerstadt im Landkreis Freising keine Prognose abgeben. Doch eines steht für ihn fest: „Wir wollen auf jeden Fall gewinnen. Wir wollen wieder Druck machen.“ Die Mannschaft seines Kollegen Thomas Schinko dürfe dabei aufgrund des Hinspieles „unter keinen Umständen unterschätzt werden.“ Dahin gehend braucht Mikulenka keine Sorge zu haben, denn seine Hawks sind weiterhin stark motiviert und wollen bis zum Ende um den Aufstieg mitmischen. „Leicht wird es bestimmt nicht“, meint der Tscheche, der andererseits auf seine Jungs vertraut. „Die sind momentan unheimlich gut drauf.“ Allerdings nur, wenn sie gesund sind. Angesichts der derzeit grassierenden Grippe- und Erkältungswelle kann er nicht sagen, wer bei den Spielen zur Verfügung steht. Daniel Rappl, Andreas Herrmann oder Harry Kulczynski waren unter der Woche angeschlagen, sodass über einen Einsatz erst unmittelbar vor den Partien entschieden wird. Marcel Schorr hat sich beim Pokalfight vor fünf Tagen eine starke Prellung in der Schulter zugezogen. Der Verteidiger wird voraussichtlich in Pegnitz eine Pause einlegen und erst im Heimspiel am Sonntagabend wieder dabei sein. Und seit der Begegnung in Holzkirchen klagt Thomas Berndaner nach einer Halswirbelverrenkung über Schmerzen.

Zum Auswärtsspiel nach Pegnitz setzen die Eishockeyfreunde Haßberge einen Fanbus ein. Wer kurzfristig noch mitfahren möchte, schickt eine E-Mail an info@eishockeyfreunde-hassberge.de oder informiert sich unter Telefon 0160/90145586 (Marcel Vetter). Haltestellen sind in Ebern (alter Bahnhof), Haßfurt (Eishalle), Zeil (Marktplatz), Ziegelanger (Ortsmitte) und Ebelsbach (Kreisel). (Naumann)