Hawks starten mit Heimniederlage

Traurig und enttäuschtTraurig und enttäuscht
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Neun Feldspieler und zwei Torleute: Die wenigsten in der „Kältekammer“ Eisstadion am großen Anger dachten vor dem Eröffnungsbully daran, dass sich die stark dezimierte Burgkirchener Rumpftruppe länger als zwei Drittel ernsthaft gegen die insgesamt 19 Haßfurt Hawks wehren kann. Sie wurden letztlich eines Besseren belehrt. Mit 4:3 gewannen die Kelten am Sonntagabend die Aufstiegsrundenpartie und fügten so den zuvor acht Mal ungeschlagenen Haßfurter Puckjägern wieder eine Niederlage zu – eine sehr schmerzliche.

„Die haben wirklich sehr clever gespielt“, gratulierte der sichtlich enttäuschte Stan Mikulenka der Mannschaft seines tschechischen Trainerkollegen Petr Zachar fair zum knappen Erfolg. „Die haben ihre Chancen eiskalt ausgenutzt.“ Sauer war er auf seine eigenen Akteure, die „bis zur letzten Minute wirklich alles gegeben und versucht haben“, allerdings keineswegs. „Wir hatten diesmal einfach ein bisschen mehr Pech“, verwies der 45-jährige dabei vor allem auf den Latten- und Pfostenkracher beim Stand von 3:3. Wäre der Puck dabei nur einmal ins Gehäuse gegangen, wären die Hausherren wohl als Sieger vom Eis gegangen. „Aber so ist halt Eishockey.“

Von Beginn an erwiesen sich die Gendorfer als kleine, aber äußerst harte Nuss, und zeigten den offiziell nur 314 Zuschauern auf den Rängen schnelles Eishockey. Vor allem die beiden Brüder Alex und Kapitän Sergej Piskunov wirbelten fast permanent über die Spielfläche und litten auch mit zunehmender Spieldauer ebenso wie ihre Teamkollegen nicht wirklich sichtbar unter dem eigentlich erwartenden Kräfteverschleiß. Beide waren nach knapp neun Minuten auch für die Führung verantwortlich. Und die Hawks, die immer wieder am hervorragenden Georg Braun im SVG-Gehäuse scheiterten, gerieten noch weiter ins Hintertreffen: Ein Doppelschlag des 17-jährigen Trainersohns David Zachar binnen anderthalb Minuten unmittelbar nach dem Beginn des zweiten Abschnitts, und die Gäste lagen plötzlich komfortabel mit 3:0 in Front (23./25.). Am Willen der Hawks, das erste Aufstiegsrundenheimspiel zu gewinnen, änderte dies freilich nichts. Und die Bemühungen hatten den gewünschten Erfolg: Der fleißige Martin Pouska stellte mithilfe des Schlittschuhes eines Burgkirchener Abwehrspielers den zu diesem Zeitpunkt hochverdienten Anschluss her (33.), ehe Eugen Nold nach Vorlage von Pouska noch vor dem Drittelende auf 2:3 verkürzte (39.). Als Harry Kulczynski nach 46 Minuten ein Zuspiel seines Sturmkollegen Fritz Geuder mit dem Ausgleich abschloss, glich die Halle kurzzeitig einem Tollhaus. Der Bann schien gebrochen. Doch während der Puck gleich im Anschluss noch zwei Mal an die Quer- und Längsgestänge des Kelten-Gehäuses klatschte, hatte SVG-Verteidiger Marc Lenczyk wenig später mehr Glück: Sein Schuss von der blauen Linie schlug hinter dem erneut tadellos haltenden und dabei chancenlosen Martin Hildenbrand zum 3:4 in die Maschen ein (54.). Dessen Herausnahme exakt zwei Minuten vor dem Ende zugunsten eines weiteren Feldspielers brachte letztlich nichts mehr ein. (Naumann)


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